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Der Islamische Kalender

Der islamische Kalender ist ein reiner Mondkalender, d.h. jeder Monat beginnt mit dem Neumond, aber die Länge des Jahres entspricht nicht dem Sonnenjahr, so dass die Monate immer in unterschiedliche Jahreszeiten fallen.

Vollkommen unabhängig vom Laufe der Jahreszeiten ist der Islamische Kalender. In ihm besteht ein Jahr stets aus zwölf Monaten, die wiederum streng an die Mondphasen gebunden sind. Der Beginn eines jeden Monats wird durch das erste Sichtbarwerden der Mondsichel nach Neumond bestimmt. Damit ist die Monatslänge nicht im Voraus zu bestimmen, denn die Mondbeobachtung ist stark wetterabhängig, so daß es schon zu Monaten mit 31 Tagen gekommen ist, obwohl ein Mondmonat eine Länge von nur etwa 29,5 Tagen hat. Einzig der Fastenmonat Ramadan wird, unabhängig vom Sichtbarwerden der Mondsichel, nach spätestens 30 Tagen beendet. Erstaunlicherweise wurden mitunter die Tage innerhalb des Monats ab Monatsmitte rückwärts bis zum vermutlich letzten Tag des Monats gezählt, obwohl der gar nicht genau bekannt war.

Die Epoche des Islamischen Kalenders ist die Übersiedlung "Hedschra" des Propheten Mohammeds (s.a.s) von Mekka nach Medina am 15. oder 16. Juli 622. Da der Monatsanfang durch Mondbeobachtung festgestellt wird, ist es lediglich von theoretischer Bedeutung, an welchem Tag die Zählung beginnt, obwohl hierüber teils sehr heftig gestritten wurde. Der Tag beginnt im Islamischen Kalender mit Sonnenuntergang.

Die Namen der zwölf Monate des Jahres haben folgende Namen.

  1. Muharram
  2. Safar
  3. Rabi al-Awwal
  4. Rabi al-Akhir
  5. Djumada l-Ula
  6. Djumada l-Akhira
  7. Radjab
  8. Shaban
  9. Ramadan
  10. Shawwal
  11. Dhu l-Kada
  12. Dhu l-Hidjdja

Der größte Nachteil eines solchen Kalendersystems ist die Unmöglichkeit, Ereignisse in der Zukunft exakt zu datieren. Dies machte sich besonders in der Blütezeit der Wissenschaften bemerkbar, da astronomische Vorausberechnungen einen Kalender verlangten, der festgelegte Monats- und Jahreslängen beinhaltet.

Um dieses Problem zu lösen, wurde eine schematische Variante des Islamischen Kalenders entwickelt. Die Monate erhielten Längen von abwechselnd 30 und 29 Tagen, beginnend mit dem ersten Monat Muharram. Der letzte Monat Dhu l-Hidjdja hat im Normaljahr 29 und im Schaltjahr 30 Tage. Um den Kalender mit dem Wechsel der Mondphasen in Einklang zu halten, wurden in einem 30jährigen Zyklus elf Schaltjahre, und zwar das 2., 5., 7., 10., 13., 16., 18., 21., 24., 26. und 29. Jahr, festgelegt. Es gibt auch eine abweichende Variante, in der statt dem 16. schon das 15. Jahr ein Schaltjahr ist. Die Epoche dieses Kalenders ist der 16. Juli 622. (Da der Tag bereits mit Sonnenuntergang beginnt, liegt dieser Zeitpunkt eigentlich noch im 15. Juli 622.) Vereinzelt wurde die Zählung aber auch schon einen Tag früher begonnen.

Die Loslösung des Kalenders von den Jahreszeiten brachte beträchtliche Schwierigkeiten mit sich, da eine jährliche Abrechnung der Steuern in diesem Kalender unmöglich war. Der Jahresanfang wanderte jährlich um elf Tage rückwärts durch die Jahreszeiten, während die Ernte natürlich nur im Spätsommer oder Herbst eingebracht werden konnte. Mit diesen Schwierigkeiten konfrontiert, richtete man im Osmanischen Reich das Steuer-Jahr nach dem Julianischen Kalender. Dieses Steuer-Jahr begann zunächst am 1. September, seit 1677 am 1. März. Die Auszahlung von Sold und Löhnen wurde jedoch trotzdem nach dem - um etwa 11 Tage kürzeren - Mondjahr vorgenommen. Neben den nicht unbeträchtlichen Schwierigkeiten, die in der Buchführung entstanden, wurde es durch die ständige Verschiebung zwischen Mond- und Sonnenkalender durchschnittlich aller 33 Jahre notwendig, ein Steuerjahr zu überspringen, um die Jahreszählung der Steuer-Jahre mit der der Jahre nach der Hidjra in einer annähernden Übereinstimmung zu halten. 1872 vergaß man, das Steuer-Jahr 1288 auszulassen.