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 Der Islam

Die islamische Lebensweise

Der Islam versorgt alle Menschen mit deutlichen Richtlinien für alle Lebenslagen. Die Anleitungen, die er gibt, sind umfassend und enthalten die sozialen, wirtschaftlichen, politischen, moralischen und geistigen Aspekte des Lebens. Der Koran erinnert den Menschen an den Sinn seines Lebens auf Erden, an seine Pflichten gegenüber sich selbst, seinen Verwandten, seiner Gemeinde, seinen Mitmenschen und seinem Schöpfer. Dem Menschen wurden grundlegende Anleitungen für ein zweckmäßiges Leben gegeben. Dann wurde er der Herausforderung der menschlichen Existenz ausgesetzt, und daß er diese hohen Ideale in die Praxis umsetzen würde. Der Islam betrachtet den Menschen als eine gesunde und vollständige Einheit und nicht als eine Sammlung aus getrennten und miteinander konkurrierenden Teilen. Der geistlich - religiöse und der weltliche Teil sind keine getrennten Teile des Menschen. Sie sind vielmehr in seiner Natur als Mensch vereint.

Geschichtliche Perspektive.

Muhammad(Gottes Segen und Friede seien mit ihm) wurde im Jahre 570(n.Chr) in der Stadt Makkah in Arabien geboren. Er Stammte aus einer vornehmen arabischen Familie. Die erste Offenbarung empfing er im Alter von 40 Jahren. Er lud in Makkah 13 Jahre lang zum Islam ein. In dieser Zeit waren er und seine Gefährten, die den Islam annahmen, schweren Mißhandlungen und Verfolgungen ausgesetzt, so daß ihm Gott befahl, nach Madinah (einer anderen Stadt in Arabien) auszuwandern. Während der kurzen Zeitspanne von 23 Jahren wurde seine Botschaft vollendet. Er starb in Madinah im Alter von 63 Jahren und wurde dort beigesetzt. Er führte ein vollkommenes Leben und setzte ein Beispiel für alle Menschen. Seine Biographie veranschaulicht die Lehren des Qur'an und ihre Verwirklichung in der Praxis.

Anziehungskraft des Islam.

Der Islam in seiner deutlichen und direkten Weise, die Wahrheit auszudrücken, übt eine starke Anziehungskraft auf jeden aus, der Wissen sucht. Er ist die Lösung für alle Probleme des Lebens, in dessen Phasen Gott, Der Allmächtige Schöpfer und Barmherzige Erhalter gepriesen wird. Die muslimische Bevölkerung auf einen Blick(geschätzt)

Der Islam, der Muhammad(a.s.s.) offenbart wurde, ist die Fortsetzung und der Höhepunkt aller vorher offenbarten Religionen, und daher gilt er für alle Zeiten und für alle Menschen. Die Stellung des Islam ist mit offenkundigen Tatsachen gestützt: Erstens: (Außer dem Koran) gibt es kein anderes offenbartes Buch, das noch in derselben Form und dem selben Inhalt vorhanden ist, wie es offenbart wurde. Zweitens: Keine andere Religion besitzt irgendeinen überzeugenden Anspruch darauf, Rechtleitung für alle Lebenslagen der Menschen für alle Zeiten zu geben. Der Islam aber ist an die Menschheit als Ganzes gerichtet und bietet grundlegende Rechtleitung an, hinsichtlich aller Probleme der Menschheit. Darüber hinaus bewährte er sich vierzehnhundert Jahre und besitzt die Möglichkeiten, eine ideale Gesellschaft zu Gründen, wie er dies unter Führung des letzten und anschließenden Propheten Muhammad (a.s.s.) vollbrachte.

Es ist ein Wunder, daß Muhammad (a.s.s.) sogar seine zähesten Feinde zu Gemeinschaft des Islam gewinnen konnte, ohne angemessene materielle Hilfsmittel. Götzenanbeter, die dem Weg ihrer Vorfahren blind folgten, oder Förderer von Stammesfehden, die menschliche Würde und menschlicher Leben mißachteten,... sind unter der Rechtleitung des Islam und seinem Propheten die höchst disziplinierte Nation geworden. Der Islam öffnete ihnen Ausblicke auf geistige Höhepunkte und auf die menschliche Würde durch das einzige Kriterium für Vorzug und Ehre. Der Islam gestaltete ihr soziales, kulturelles, moralisches und wirtschaftliches Leben durch Grundregeln und Prinzipien, die mit der menschlichen Natur übereinstimmen und daher für alle Zeiten anwendbar sind, da die Natur sich nicht ändert.

Es ist bedauerlich, daß das Abendland, statt zu versuchen, den einzigartigen Erfolg des Islam während seiner früheren Zeit zu verstehen, ihn als eine Konkurrenzreligion betrachtet. Während der Jahrhunderte der Kreuzzüge bekam diese Tendenz viel Kraft und Antrieb, und eine Riesige Menge Literatur wurde verfaßt, um das Bild de Islam zu trüben. Der Islam hat aber begonnen, seine Wahrheiten den modernen Gelehrten zu öffnen. Jene Gelehrte, deren deutlichen und objektiven Beobachtungen über den Islam all den Angriffen, die auf ihn von den sogenannten "unbefangenen Orientalisten" anzielten, Lügen strafen.

Wir liefern an dieser Stelle einige Beobachtungen über den Islam, die von anerkannten Gelehrten der Neuzeit stammen. Die Wahrheit braucht keine Anwälte, die sie vertreten. Aber die anhaltende heimtückische Propaganda gegen den Islam schaffte ein großes Durcheinander, sogar in den Meinungen von freien objektiven Denkern. Wir hoffen, daß die folgenden Betrachtungen zur Gründung einer objektiven Beurteilung des Islam beitragen. Er (der Islam) ersetzt Mönchhaftigkeit durch Mannhaftigkeit. Er gibt den Sklaven Hoffnung, der Menschheit Brüderlichkeit und Erkennen der grundlegenden Eigenschaften der menschlichen Natur.

(Cannon Taylor, Vortrag gehalten im Kirchentag in Wlaverhamton am 7.Oktober 1887, zitiert aus T.W. Arnol The Preaching of Islam, s. 71-72.)

Der Gerechtigkeitssinn ist einer der bewundernswertesten Ideale des Islam, wenn ich im Koran lese, finde ich jene Kraftgeladenen Prinzipien des Lebens, nicht geheimnisvolle, sondern praktische Sittenlehre für die tägliche Führung des Lebens, passend für die ganze Welt.

(Sarojini Naidu, Vorlesung über "Die Ideale des islam". In Speeches and Writings of Sarojini Naidu, Madras, 1918, s.167.)

Die Geschichte macht es jedoch deutlich, daß die Legende von den fanatischen Muslimen, die durch die Welt stürmen und dem Islam die Charakterzüge des Schwertes über eroberte Rassen aufzwingen, die launische und absurdeste Erfindung ist, die die Geschichtsschreiber je weiterverbreitet haben.

(De lacy O'Leary, Islam at the Crossroads, London, 1923, s.8.)

Der Islam aber hat immer noch dem Anliegen der Menschheit einen weiteren Dienst zu leisten. Er liegt schließlich näher zum aüßersten Osten als Europa und besitzt eine prächtige Tradition der Verständigung und der Zusammenarbeit zwischen den Rassen. Keine andere Gesellschaft besitzt solche authentischen Erfolgsakten über die Vereinigung so vieler und so verschiedener Menschenrassen, in Gleichberechtigung hinsichtlich der sozial-politischen Stellung und Entfaltungsmöglichkeiten...Der Islam besitzt immer noch die Kraft, scheinbar unvereinbare Rassen und Traditionselemente miteinander in Einklang zu bringen. Wenn jemals der Gegensatz der großen Gesellschaften des Orients und des Westens durch Zusammenarbeit zu ersetzen sein sollte, ist die Tradition des Islam eine unentbehrliche Bedingung. In seinen Händen liegt in hohem Maße die Lösung der Probleme, die Europa in seiner Beziehung zum Orient bewegen. Würden sie sich vereinigen, so wird die Hoffnung auf einen friedlichen Ausgang unermeßlich steigen. Aber wenn Europa durch die Ablehnung der Zusammenarbeit mit dem Islam, ihn in Arme ihrer Rivealen wirft, kann der Ausgang nur unheilvoll für beide sein.

(H.A.R.Gibb, Whither Islam, London 1932, s.397)

Ich habe die Religion von Muhammad immer wegen seiner erstaunlichen Lebenskraft hochgeschätzt. Sie ist die einzige Religion, die mir scheint, jene Anpassungsfähigkeit zur Phasenänderung des Lebens zu besitzen, die jedem Zeitalter zusagt. Ich habe ihn studiert - den bewundernswerten Mann und meiner Meinung nach, keineswegs ein antichrist, muß er der Erlöser der Menschheit genannt werden. Ich glaube, wenn ein Mann wie er die unumschränkte Macht über die moderne Welt übernehmen würde, würde er bei der Lösung ihrer Probleme Erfolg haben, in einer Art, die ihr (der Welt) den sehr dringend gebrauchten Frieden und Glück bringt: Ich habe für den Glauben von Muhammad prophezeit, daß er beginnt, annehmbar für das Europa von heute zu sein.

(G.B. Shaw, The Genuine Islam, Vol.I No 81936.)

Die Auslöschung des Rassenbewußtseins, wie unter Muslimen, ist eine der hervorragenden Leistungen des Islam, und in der heutigen Welt gibt es zufällig eine dringende Notwendigkeit für die Verbreiterung dieser islamischen Tugend.

Der Anfang des Islam ist vielleicht das erstaunlichste Ereignis in der Geschichte der Menschheit. In einem unbeachteten Land und unter einem unbeachteten Volk entstanden, breitete sich der Islam innerhalb eines Jahrhunderts über die Hälfte der Erde aus, große Reiche vernichtend, seit langem bestehende Religionen umstürzend, die Seelen der Rassen umformend, und sich eine ganz neue Welt aufbauend - die Welt des Islam. Je genauer wir diese Entwicklung untersuchen, desto mehr ungewöhnlich erscheint sie. Die anderen großen Religionen setzten sich mit schmerzlicher Anstrengung langsam durch, und am Ende triumphieren sie mit Hilfe mächtiger, zum neuen Glauben bekehrter Monarchen. Das Christentum hatte seinen Konstantin, der Buddhismus seinen Asoka und der Zoroastrismis seinen Kyrus, jeder verlieh seinem ausgewählten Kult die mächtige Gewalt weltlicher Autorität. Nicht so der Islam. Er enstand in einem Wüstenland, das mit einer in der Geschichte der Menschheit vorher unbekannten nomadischen Rasse dünn besiedelt war. DerIslam machte sich auf ein großes Abenteuer auf; mit der geringsten menschlichen Unterstützung und gegen die schwerste materielle Übermacht. Trotzdem triumphierte der Islam mit scheinbar übernatürlicher Leichtigkeit, ein paar Generationen brachten den Feurigen Halbmond -siegreich getragen - von der Wüste Zentralasiens bis zur Wüste Zentralafrikas.

(A.M.L.Stoddart, zitiert in: Islam-The Religion of All Prophets, Begum Bawani Waqf, Karachi, Pakistan, s. 56)

Der Islam ist, hauptsächlich und im weitesten Sinne des Wortes (sowohl etymologisch wie auch historisch) eine rationalistische Religion. Rationalismus ist ein System, das religiösen Glauben auf vernunftsgebundenen Prinzipien gründet... Es ist nicht zu leugnen, daß viele Lehrmeinungen und Theologiesysteme und auch viele abergläubische Vorstellungen und Gewohnheiten von Heiligenanbetung bis hin zum Benutzen von Rosenkränzen und Amuletten in den Stamm des islamischen Glaubens gepfropft wurden. Aber im Gegensatz zur reichen Entwicklung der Lehren des Propheten im weitesten Sinne des Wortes, behielt der Koran unverändert seinen Platz als der grundsätzliche Ausgangspunkt, und der Glaubenssatz der Einheit Gottes wurde darin stets mit Herrlichkeit, Erhabenheit, unveränderlicher Klarheit, und mit einer Tonart der sicheren Überzeugung verkündet, die außerhalb der Grenzen des Islam schwer übertreffbar zu finden ist. Dieses Festhalten an dem grundsätzlichen Glaubenssatz der Religion, die natürliche Einfachheit der Formel, mit der er ausgedrückt ist, die Stichhaftigkeit, die er erlangt von der inbrünstigen Überzeugung der Missionare, die ihn verbreiten, sind so viele Gründe die den Erfolg der mohammedanischen (islamischen!) Bemühungen beweisen. Von solch einem genauen Glauben, frei von all den theologischen Verwicklungen, und deshalb zugänglich für den gewöhnlichen Verstand, könnte erwartet werden, daß er seine imponierende Kraft Besitzer, um sich in den Gewissen der Menschen durchzusetzen, - und er besitzt sie tatsächlich.

(Edward Montet, "La Propagande Chretienne et ses Adversaries Musulmans", Paris 1890. Zitiert von T.W. Arnold in The Preaching of Islam, London 1913, s. 413-414.)

Ich bin kein Muslim im üblichen Sinne, dennoch hoffe ich, daß ich ein "Muslim" bin, als jemand, der sich Gott ergibt, aber ich glaube, daß im Koran und in anderen Erklärungen der islamischen Erscheinung unerschöpfliche Vorräte an göttlicher Wahrheit enthalten sind, von denen andere abendländische (Menschen) noch viel zu lernen haben! Und der Islam ist zweifellos ein starker Bewerber für das Liefern des grundlegenden Gerüstes der einen Religion der Zukunft.

(W.Montgomery Watt, Islam and Christianity Today, London 1983, s. IX.)

Sichtweise des Islams

Die Muslime von heute haben eine Menge Probleme als Jugendlicher aus einem sogenannten islamischen Land, vielleicht als Jugendlicher der zweiten Generation der Migranten aus der Türkei, aus arabischen Ländern oder sonst woher. Du hast sicher auch welche.

Manchmal denkt man, man sieht vor lauter Problemen keinen Ausweg, und wenn es einmal soweit gekommen ist, so kann es sein, daß man mit etwas Nachdenken feststellt, daß alle diese Probleme eine Ursache haben könnten. Falls Du neugierig bist, laden wir Dich ein, mit uns nach dieser Ursache zu suchen, die die Quelle unseres Unbehagens ist.

Heute belegen sich Menschen oft mit einem Titel, sie sagen: "Ich bin ein Humanist, Pazifist, Christ, Demokrat, Liberaler Muslim usw. ohne zu wissen, was das eigentlich für ein Phänomen ist, mit dem sie sich identifizieren. Einer dieser Aussagen ist oft: "Ja, ich bin Muslim, der Islam ist meine Religion" ; aber was ist das eigentlich? Das wissen wir oft nicht. Es ist unsere Absicht, mit Euch darüber zu reden, aber verwechselt uns bitte nicht mit einem religiösen Verein, der Leute indoktrinieren möchte.

Als unser Prophet Muhammad (s.a.w.) die Botschaft Allahs an die Menschen richtete, sagte er: "Prüft es, und wenn es euch gefällt, nehmt es an, sonst laßt es." D.h. man kann nur annehmen, was man geprüft hat, und man kann nur dann etwas annehmen, wenn einem etwas fehlt.

In ein volles Glas kann man bekanntlich nichts mehr einfüllen, und für diese jungen Leute schreiben wir. Und was noch wichtig ist: Es ist eine Empfehlung des Propheten und des Islams, sich mit den Leuten zu unterhalten, die kein Entgegenkommen und keine materielle Entschädigung haben wollen.

Im übrigen steht im Koran: Es gibt kein Zwang auf diesem islamischen Weg. Die Freiheit des Menschen sich für oder gegen eine Sache zu entscheiden, ist eine seiner höchsten Güter, die ihm von seinem Schöpfer verliehen wurde. Wie sollte er sonst je verantwortlich sein?

Heute also für diejenigen, die zuhören können und wollen, unser Angebot: Iqra - "Lies, lies im Namen deines Herrn"

Die Sichtweise des Islams, Teil III

Vielleicht habt ihr schon unseren früheren Schriften "Der Islam - was ist das eigentlich", "Der Koran" und "Der Muslim" gelesen und wenn nicht, so könnt ihr sie gerne bei uns anfordern.

Heute wollen wir uns einem Teilaspekt der Sichtweise des Islams zuwenden, nämlich, einem ernsten Problem: der Entislamisierung der muslimischen Jugendlichen.

Der muslimisches Jugendliche wird in einem für ihn fremden, nicht islamischen Denksystem erzogen und hat daher mehr und mehr den Eindruck, daß es sich beim Islam um eine private religiöse Auffassung von Gott, Mensch und Lebenssinn handele, die mit der praktischen, alltäglichen Lebenssituation, in der er sich befindet, nichts zu tun habe.

Die Frage ist, ob er sich angesichts der realen Lebenssituation überhaupt anders verhalten kann, anders denken kann. Kommt er aus einem islamischen Land, so sieht er, daß dort die Lebenssituation seiner ehemaligen Landsleute noch viel desolater ist als seine eigene. Wo ist also das lebendige Beispiel eines vorgelebten, blühenden Islams? Alles kalter Kaffee, denkt sich unser Jugendlicher und wendet sich wieder seinen vorzüglichen, westlichen Disziplinen, Werten und Bildungschancen zu.

Die geistige Wahrnehmung hängt aber von der Motivation ab, mit der man daran geht, sich umfassende Kenntnisse zu erwerben. Nur wenn man von einer erfüllenden Idee getrieben ist, kann man dies erreichen. Nun sollte aber das Anliegen des muslimisches Jugendlichen der Islam sein. Allah selbst hat die Gemeinschaft der Gottergebenen als die Leute des Wissens und die nach Wissen Strebenden bezeichnet. Daher müssen unseres Erachtens die beiden Systeme, nämlich das islamische und das zeitgenössische Wissen miteinander vereinigt bzw. integriert werden. Der vorhandene Dualismus, wonach sich Wissenschaft und Bildung einerseits und Glaube an die Offenbarung andererseits, widersprechen, muß verschwinden.

Es ist wahr, daß die herkömmlichen islamischen Lehrbücher oft mangelhaft sind, daß das in ihnen enthaltene traditionelle Wissen zu mal für unsere heutige Situation nicht ausreicht und nicht reflektiert ist. Der Idschtihad, nämlich die Anstrengung des einzelnen Gläubigen, das islamische Denken auf die jeweilige Zeit zu übertragen bzw. in seiner Zeit sichtbar zu machen, wird nicht nur verschwiegen, sondern geradezu bekämpft.

Das einzige, was nicht nur die muslimisches Jugend, sondern die gesamte Welt aus der Bildungsmisere und aus den riesigen Problemen und Katastrophen, in die die sie geraten ist, wird heraus helfen können, wird das Studium der Zivilisationen sein, d.h. für den muslimischen Jugendlichen, ob Schüler oder Student, daß er neben seinem jeweiligen Fach bzw. Unterricht die islamische Zivilisation studieren und kennenlernen muß (die westliche bekommt er bereits in vorzüglicher Weise auf seiner Schule oder Uni vermittelt). Ohne das Wissen über die Zivilisation ist es nicht möglich zivilisiert zu sein.

Das Studium der Zivilisation ist der einzige Weg für die Entwicklung seiner Identität. Wie kann man sich selbst kennen, wenn man seine Vorfahren nicht kennt, seine Vergangenheit, seine Wurzeln, wenn der Geist, der sie antreibt ihre Errungenschaften in der Geistes- und Naturwissenschaften, im politischen und wirtschaftlichen

Leben, in ihrer sozialen Organisation und in ihren ästhetischen und künstlerischen Erfahrungen, wenn man die nicht kennt, wenn die Tragödien und Qualen, der Ruhm und die Siege, die Errungenschaften und Niederlagen, unsere Vorfahren nicht gekannt werden, wenn wir nicht durch ihre Hoffnungen angeregt werden, wie können wir denn eine eigene Identität haben? Vielleicht haben wir uns aus der Qual heraus nicht zu wissen, wer wir sind, entschlossen "modern zu sein" aber man hat uns davon ferngehalten, uns mit dieser Moderne wirklich identifizieren zu können, und so sind

wir ein Geist im Niemandsland. Um heute wirklich "modern" zu sein, muß man zivilisatorisches Bewußtsein haben, man muß sich der Natur seines Erbes, des Geistes, seines Unterschiedes zu den anderen zivilisatorischen Strömungen der Geschichte und seiner eigenen Richtung für die Zukunft bewußt sein. Ohne dieses Wissen kann man nicht sich selber sein und kann auch nicht in der Welt überleben; nur dann kann man in freiem Selbstbewußtsein Austausch mit der Welt pflegen. Es ist nicht unmöglich eine andere Weltanschauung zu übernehmen, wenn dies die Weltanschauung der Wahrheit und des geraden richtigen Weges ist, so ist alles o.k. Wenn diese Weltanschauung Nutzen für alle fördert, Schaden abwendet und den Menschen auf das Ziel ausrichtet, für welches er von seinem Schöpfer her vorgesehen ist, dann ... auf zu diesen neuen Ufern..., aber das tut die "Moderne" nicht. Sie bekehrt nicht zu

einer umfassenden globalen menschlichen Anschauung, sondern sie neutralisiert und macht eine Marionette aus dem Muslim.

Das Wissen und die Zivilisation des Islams ist nicht nur für ein paar Fachexperte bestimmt, sie wird nicht von diesen alleine vertreten und gebraucht, sie ist für alle Menschen bestimmt und sie ist so konstruiert, daß sie den Menschen immer erheben will.

Der Islam verabscheut die Teilung des Menschen in einem "Geistlichen" und in einem "Laien". Er besteht darauf, daß alle Menschen die Wahrheit kennen, und wahrnehmen. Wir müssen nicht 20 Jahre Exegese studieren, um uns dem Buch des Islam, dem Koran nähern zu können. Damit wollen wir kein keineswegs Leistungen der großen islamischen Vorfahren abwerten, um Gottes Willen, wo wären wir ohne diese Leistungen.

Wir wollen jedoch vermeiden, daß der einzelne glaubt, nur noch mit einem gelehrten Gutachter sein islamisches Leben meistern zu können.

Der Islam ist keine Weltanschauung, die sich damit zufrieden gibt, göttliche Angelegenheiten zu lenken und den Rest der Organisation menschlichen Zusammenlebens einer Klicke von Leuten zu überlassen, die fernab gerechten und zivilisatorischen Denkens sind.

Es gibt nichts, was in irgendeinem Geschäft, einer Fabrik, einer Wohnung, einem Theater, einem Feld oder in irgendeinem Vorlesungssaal oder Schule oder Labor passiert, für das der Islam nicht relevant ist. Der Islam ist keine Religion im westlichen Sinne sondern ein Lebensmuster. DIN bedeutet eine allumfassende Weltanschauung auf der Grundlage göttlicher Leitung. Er kam nicht für eine Gruppe, nicht für eine Nation, sondern für alle Menschen. Der Islam missioniert nicht. Der gerade Weg ist von falschem klar unterschieden (und unterscheidbar) sagt der Koran.

Wir müssen darüber nachdenken, warum das ungeheure erweiterte Wissen unserer heutigen Tage, welches eine wahnsinnig hohe Zahl von Experten hervorbringt, nicht in der Lage ist, die menschlichen Probleme zu lösen.

Wäre es nicht zu erwarten gewesen, daß ein höher technischer und zivilisatorischer Fortschritt auch eine hohe Lebensqualität für alle Menschen hervorgebracht hätte. Aber statt dessen sehen wir trotz des Vorhandenseins dieses überwältigenden Wissens und eines wahrhaft erstaunlichen Budgets für Forschung und Lehre, daß dies alles menschenverachtende Systeme, falsche Denk- und Normstrukturen

hervorgebracht hat, Katastrophen, die unseren Planeten innerhalb eines Zeitraums von nur 70 Jahren an den Rand seiner Existenz gebracht haben, 2/3 der Menschheit darbend, 1/3 hungernd und sterbend. Und davon abgesehen fernab eines menschenwürdigen, geistigen und materiellen Wohlstandes.

Für uns als muslimischen Jugendliche kann es daher a1s Alternative nicht heißen "der Islam sei etwas für das private Kämmerlein, und Islam habe nichts mit Bildung und Wissen zu tun, letzteres könne man nur aus westlichen Disziplinen erlernen und das ist das Heil der Welt" sondern für die muslimischen Jugendlichen kann es nur heißen: Wenn Allah uns im Koran gesagt hat, daß der islamische Weg, der gerade Weg, der Weg von " sa'adet, von Glückseligkeit in dieser Welt und in der jenseitigen ist, so ist es unsere Aufgabe, - wenn wir denn überhaupt daran glauben - diesen Weg zu gehen, und falls wir ihn verloren haben, ihn zu suchen. Dazu laden

wir uns selbst und alle anderen ein mit dem göttlichen Vers: "Kommt her zu einem Gemeinsamen Wort zwischen uns und euch, daß wir Allah allein verehren und ihm nichts zur Seite stellen." (Koran)

Das Wichtigste auf einen Blick

Der Islam, die Religion des Friedens. - Islam bedeutet wörtlich

  1. Frieden,
  2. Die Lebensweise, durch die man Frieden erlangen kann und
  3. Ergebung: denn die Ergebung in den Willen Gottes ist der sicherste Weg, den Frieden zu gewährleisten. Diese vollkommene Ergebung in Gottes Willen macht auch den religiösen Sinn des Wortes Islam aus.

Der Zweck der Religion.

Der Islam legt für seine Anhänger eine alles einschließende Lebensweise fest, mit deren Hilfe sie alles, was gut und edel ist am Menschen zur Entfaltung bringen können, so daß ungetrübter Friede herrschen kann von Mensch zu Mensch.

Der Prophet des Islams.

Mohammed, der Prophet des Islams, wie man ihn allgemein nennt, war der letzte der Propheten Gottes. Die Muslime, d.h. die Anhänger des Islams, glauben an alle Propheten Gottes, also auch an Abraham, Moses und Jesus, denen der Göttliche Wille zur Rechtleitung der Menschheit offenbart worden ist.

Der Koran - Das Heilige Buch der Muslime ist der Koran.

Die Muslime glauben an den göttliche Ursprung aller anderen heiligen Schriften, doch sind sie der Meinung, daß diese vorausgegangenen Offenbarungen durch menschliche Machenschaften verfälscht worden sind und das der Koran , das letzte Buch Gottes, als Zusammenfassung der früheren Heiligen Schriften gekommen ist. Er bestätigt erfüllt, vervollständigt und erklärt eingehend die eine wahrhafte Offenbarung, die von dem Einen, Wahren Gott zu allen Zeiten herabgesandt worden ist.

Die Glaubens - Artikel. - Diese sind 7 an der Zahl: der Glaube an

  1. Gott,
  2. die Engel,
  3. die offenbarten Bücher,
  4. die Gesandten Gottes,
  5. das Jenseits,
  6. die Vorherbestimmung von Gut und Böse,
  7. die Auferstehung nach dem Tod.

Das Leben nach dem Tod ist nach islamischer Lehre kein neues Leben, sonder eine Fortsetzung unseres Erden das eins, bei der alle verborgenen Tatsachen ans Licht kommen. Es ist ein Leben des uneingeschränkten geistigen Fortschritts würdig erweisen, werden in das Paradies eingehen, was eine andere Bezeichnung für das erwähnte Leben des geistigen Fortschritts nach dem Tode ist; jene aber, die ihre Fähigkeiten verkümmern lassen, indem sie sich zu schlechten Taten in diesem Leben hinreißen lassen, werden Bewohner der Hölle sein - also ein Leben führen, in dem sie paradiesische Glückseligkeit nicht empfinden zu vermögen und in dem sie großen Qualen ausgesetzt sind, damit sie sich von jeglicher Unreinheit befreien können und so für das Leben im Paradies reif werden. Der Zustand, der einem nach dem Tod zuteil wird, ist ein Spiegel des geistigen Zutands, in dem man sich in diesem Leben befunden hat. Der sechste Glaubens-Artikel ist von einigen verwechselt worden mit dem, was allgemein als Fatalismus bekannt ist. Ein Muslim glaubt nicht an den Fatalismus, er glaubt an die Vorherbestimmung in dem Sinn, daß alles, was von Gott erschaffen worden ist, zum Guten ist, sofern es in vorgeschriebener Weise und unter den entsprechenden Umständen verwendet wird. Wird es jedoch mißbraucht, so ist es von Übel und bringt Leiden mit sich.

Die Säulen des Islams.

Es gibt fünf Säulen des Islams, auf denen das Gebäude dieses Glaubens ruht:

  1. Bekenntnis zum Glauben an die Einheit Gottes und die göttlicher Sendung Mohammeds,
  2. Gebet,
  3. Fasten,
  4. Geben von Almosen,
  5. Pilgerfahrt zu den heiligen Stätten in Mekka.

Die Eigenschaften des Gottes.

Die Muslime beten zu einem einzigen Gott - dem Allmächtigen, Allwissenden, Allgerechten, dem Bewahren aller Welten, dem Freund, Hüter und Helfer. Es gibt nichts, das Ihm gleich wäre. Er hat keinen Teilhaber an seiner Macht. Er wurde nicht gezeugt und hat weder Sohn noch Tochter gezeugt. Er ist ein absolut Unteilbares Ganzes. Er ist das Licht der Himmel und der Erde, der Barmherzige, der Gnadenvolle, der Ruhmreiche, der Herrlicher, der Wunderschöne, der Ewige, der Unendliche, der Erste und der Letzte.

Glaube und Tat.

Der Glaube ohne entsprechende Taten wird zum toten Buchstaben. Glaube allein genügt nicht, sofern er nicht in die Tat umgesetzt wird. Der Muslim glaubt an seine persönliche Verantwortlichkeit für seine Taten hier auf Erden, für die er am jüngsten Tag Rechenschaft abzulegen hat. Jeder muß seine Bürde selbst tragen und niemand kann für die Sünde eines anderen Buße tun.

Bestrebungen

"Trachte danach, dich mit göttlichen Eigenschaften auszustatten," hat der Prophet gesagt, der selbst ein Muster an Edelmut war. Gott ist des Menschen Vorbild und Seine Eigenschaften bilden die Grundlagen der muslimischen Ethik. Nach islamischer Lehre besteht Aufrichtigkeit darin, daß man ein Leben in vollkommener Übereinstimmung mit den Göttlichen Eigenschaften führt. Anders zu handeln ist Sünde.

Fähigkeiten des Menschen nach islamischer Auffassung.

Der Muslim glaubt an die grundsätzliche Sündenlosigkeit des Menschen, der - da er mit den besten Gaben ausgestattet ist - die Fähigkeit besitzt, sich ohne Einschränkung immer höher zu entwickeln, wodurch er selbst den Engel überlegen ist und bis an die Grenzen der Göttlichkeit geführt wird.

Die Lage der Frauen im Islam.

Mann und Frau gehen ein und denselben Ursprung zurück, besitzen die gleiche Seele und sind mit gleichwertigen Fähigkeiten ausgestattet im Hinblick auf die Erlangung verstandesmäßiger und geistiger Errungenschaften. Der Islam erlegt Mann und Frau gleiche Verpflichtungen auf und räumt ihnen gegenseitige Rechte ein. "Eure Frauen," sagt der Prophet, "haben euch gegenüber Rechte, so wie ihr ihnen gegenüber Rechte habt." (2.228)

Gleichheit aller Menschen und die Islamische Bruderschaft.

Der Islam ist der Religion, der Einheit Gottes und die Gleichheit aller Menschen Herkunft, Vermögen und Familienzustand sind zufälliger Dinge; Aufrichtigkeit und die Bereitschaft, der Menschheit zu dienen, sind das. Was tatsächlich zählt. Unterscheidung aufgrund der Hautfarbe, der Rasse und des Glaubens gibt es im Islam nicht. Die ganze Menschheit ist ein einzige Familie und dem Islam ist es gelungen, Schwarze und Weiße zu einer brüderlichen Gemeinschaft zusammenzuschmieden. Das unumgänglicher Gebot der geschwisterlichen Zusammengehörigkeit ist vom Propheten mit den folgenden Worten festgelegt worden: "Keiner von euch glaubt wahrhaft an Gott, solange er nicht für seinen Bruder dasselbe wünscht wie für sich selbst."

Persönlicher Meinungsbildung.

Der Islam ermutigt die persönlicher Meinungsbildung ebenso wie er voneinander abweichende Auffassungen respektiert, die gemäß einem Ausspruch des Propheten Mohammed ein Segen Gottes sind.

Wissen.

Das Erwerben von Wissen wird im Islam als Pflicht betrachtet. Es ist die Aneignung der Wissen, die den Menschen selbst den Engeln überlegen macht.

Wertschätzung der Arbeit.

Jede Form von Arbeit, die es dem Menschen ermöglicht, ehrlich zu leben, wird hochgeachtet. Untätigkeit gilt als Sünde.

Mildtätigkeit.

Alle Fähigkeiten, die der Mensch besitzt, sind ihm als Vermächtnis Gottes mitgegeben worden, damit er sie zum Wohl seiner Mitmenschen und alle Geschöpfe verwende. Es ist des Menschen Pflicht, sich anderer anzunehmen und seine Hilfe muß allen Bedürftigen ohne unterschied der Person zugute kommen. Nach islamischer Auffassung bringt die Mildtätigkeit den Menschen näher zu Gott. Mildtätigkeit und das Geben von Almosen ist den Muslimen zur Pflicht gemacht worden und jeder, der Vermögen besitzt, das einen bestimmten Wert überschreitet, muß eine Abgabe entrichten, die den Reichen zugunsten der Armen auferlegt worden ist.

Islamische Ethik

Im Islam wird der Einsatz aller Fähigkeiten und Eigenschaften, die dem Menschen mitgegeben worden sind, gefordert, wobei nur die eine Einschränkung gemacht wird, nämlich daß diese bei richtiger Gelegenheit einzusetzen sind. Es wird vom Menschen erwartet, daß er sowohl Sanftmut wie auch Entschlossenheit an den Tag legt, doch jedes zu seiner Zeit. Der Koran lehrt die Muslime, sich unterzuordnen, doch nicht in dem Maß, daß sie die Selbstachtung verlieren; er ruft sie zu Vergebung auf, doch nicht auf solcher Weise, daß dadurch die Übeltäter ermutigt werden; er gesteht ihnen zu, von ihren Rechten Gebrauch zu machen, aber nicht so, daß dadurch die Rechte anderer verletzt werden; und schließlich verlangt er von ihnen, daß sie ihren eigenen Glauben verkünden, doch indem sie den anderer verunglimpfen.

Jesus wird als Überbringer der Göttlicher Lehre verehrt.

Der Koran (das Heilige Buch des Islam) spricht von Jesus mit größter Hochachtung. Er wird als Gottes auserwählter Prophet bezeichnet, den zu verehren Pflicht eines Muslim ist. Allerdings wird die Lehre, Jesus sei der Sohn Gottes, ebenso eindeutig zurückgewiesen wie die, daß Jesus die Sünden der Welt auf sich genommen habe, weil sie nach islamischer Auffassung spätere Erfindungen darstellen und niemals von Jesus selbst verkündet worden sind. Es gibt kein auserwähltes Volk. - Im Islam wird der Gedanke eines "auserwählten Volkes" abgelehnt. Als einziger Schlüssel zum Himmelreich gilt die aufrichtige Glaube an Gott und die daraus erwachsenden guten Taten. Keine Priesterschaft. - Der Islam ist die Religion eines jeglichen Menschen, der sich zu ihr bekennt. Der unmittelbare Zugang steht jedem Menschen offen, ohne daß irgendein Priester eine Vermittlerrolle übernimmt

Gottes Gesandter Mohammed. - Der Prophet Mohammed - geboren 570 n.Ch. , gestorben 632 - wurde vom Waisenknaben, der seinen Vater schon vor der Geburt und die Mutter im Alter von 5 Jahren verlor, zur stärksten Kraft, die es je in der Geschichte zur Moralischen, geistigen und gesellschaftlichen Wiederbelebung der tiefgesunkenen Menschheit gegeben hat. Als er noch ein junger Mann war, war er bereits für seine Reinheit und Aufrichtigkeit bekannt und erhielt den ehrenden Beinamen "Al-Amin", der Vertrauenswürdige und Rechtschaffene. Nachdem er den Aufruf zum Prophetentum erhalten hatte, waren er und eine kleine Schar seiner Anhänger 13 Jahre lang den ärgsten Verfolgungen, der Ächtung, Folter und dem gesellschaftlichen Boykott ausgesetzt. Schließlich mußte er mit den Seinen aus Mekka fliehen und im 250 Meilen entfernten Medina Zuflucht suchen. Dort selbst dort ließen ihn seine Gegner nicht in Ruhe. Sie stachelten die Stämmen gegen ihn auf und führten einen Angriff nach dem anderen in seinem fernen Asylort gegen ihn durch, um dem, was sie als Bedrohung ihres überkommenen Aberglaubens und ihrer ungerechtfertigten Vorherrschaft betrachteten, ein Ende zu setzen. In den daraus entstehenden kriegerischen Auseinandersetzungen errangen die Muslime aufgrund ihrer weit überlegenen Kampfmoral, die ihrem Glauben an eine gerechte Sache entsprang, einen überwältigenden Sieg über die gegen sie verbündeten Streitkräfte. Doch ganz im Gegensatz zu den üblichen Siegern in der Geschichte, die den ihnen Unterlegenen alle nur erdenklichen Strafen und Demütigungen auferlegten, erließ der Prophet, beseelt von höchster Ritterlichkeit, die der Islam einem überwältigten Feind gegenüber vorschreibt, nicht nur eine allgemeine Amnestie gegen seine blutdürstigen Widersacher, sondern reichte ihnen sogar hilfreich die Hände zum Bündnis, wodurch die gesamte Bevölkerung zu einer festen Gemeinschaft zusammengeschmiedet wurde. Damit wurde eine neue Epoche ins Leben gerufen, in der die moralischen Werte und die soziale Gerechtigkeit vorherrschten.

Vom Waisenknaben zum Staatsoberhaupt geworden, erlebte der Prophet Mohammed alle Höhen und Tiefen des menschlichen Daseins. Doch was auch immer auf ihn zukam, er wußte sich im Lichte der göttlichen Rechtsleitung zu behaupten und zeigte denen, die nach der Wahrheit suchen, im finsteren und harten Lebenskampf den Pfad der Wahrhaftigkeit, der Ehre und Menschenwürde, der sich in allen Dingen des Alltagslebens einhalten läßt. Doch vor allem das Bewußtseins, daß er ein ergebener Diener Gottes war, was den Kern seiner Sendung ausmachte, schwand nie in ihm. Selbst als Beherrscher der ungeheuren Weiten der Arabischen Halbinsel führte er sein Leben als einfacher Mensch wie alle übrigen, der sich nicht selbst scheute, seine eigenen Kleider zu waschen und auszubessern, seine Ziegen zu melken, seine Schuhe zu flicken und auch im Haushalt mit Hand anzulegen.

Im Propheten Mohammed haben sich die Prophezeiungen von Moses und Jesus erfüllt, daß ein Prophet erscheinen werde, der ein neues Gesetz bringen und die Menschen zur allumfassenden Wahrheit geleiten wird.

"Einen Propheten wie mich wird dir Jahwe, dein Gott, aus der Mitte deiner Brüder erstehen lassen, auf ihn sollt ihr hören." Denteronomium 18:15

"Noch vieles habe ich euch zu sagen; aber ihr könnt jetzt noch nicht tragen. Wenn jener aber kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch zur vollen Wahrheit führen. Denn er wird nicht von sich aus reden, sondern er wird reden, was er hört, und das Zukünftige wird er euch verkünden." Johannesevangelium 16:12,13