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Fragen und Antworten

  Rafidha
 
Rafidha, Rafidhi, Ablehnender
Rafidha (Ablehnender) ist eines der Schimpfworte, mit denen die Gewaltherrscher der Umayyaden und Abbasiden ihre schiitischen Gegner zu diffamieren versuchten. Der Begriff bezeichnet diejenigen, welche die selbsternannte Autorität über die Muslime "ablehnten". Heute könnte es sinngemäß als "Dissident" übersetzt werden. In der islamischen Literatur tritt der Begriff zum Ende des ersten Jh. n.d.H. als Bezeichnung für Schiiten auf, wobei nicht ganz klar ist, wer den Begriff geprägt hat. Innerhalb weniger Jahrhunderte verschwindet der Begriff allerdings aus dem allgemeinen Gebrauch als muslimische Terminologie.Im 21. Jh. n.Chr. wird der Begriff nur noch von Salafiten gegen Schiiten verwendet.


 

  Dua Qunut
 
Dua Qunut- Qunut Bittgebet
Das Qunut-Bittgebet ist ein empfohlener Bestandteil des Ritualgebets. In der Regel wird es vor der Verneigung [ruku] des zweiten Gebetsabschnitt [raka] durchgeführt, außer bei Gebeten mit nur einem Gebetsabschnitt. Andere Formen gibt es ebenfalls beim Freitagsgebet [salat-ul-dschuma] und beim Festgebet. Das Qunut-bittgebet ist eine Gelegenheit für ein freies Bittgebet in jeder Sprache. Es ist aber empfohlen es ebenfalls, wie alle anderen Teile des Ritualgebets in Arabisch durchzuführen. Das Qunut-Bittgebet erfolgt im Stehen mit zum Himmel gerichteten Händen des bittenden Bettlers. Bei Sunniten hat das Qunut-Bittgebet nicht die gleiche Bedeutung. Hier wird es nur im Fall der Verzweiflung oder Not und beim Witrgebet in das Ritualgebet integriert.

 

  Tawassul
 
Mittlerschaft [tawassul]
Die Mittlerschaft [tawassul] ist eine religiöse Praxis im Islam, in der der Mensch mit Hilfe eines "Mittlers" [wasila] versucht eine größere Nähe zu Gott aufzubauen. Dieser Mittler kann u.a. ein Heiliger, eine Grabstätte, einer der schönsten Namen oder auch z.B. der Heilige Qur'an sein. Oft werden z.B. die Propheten oder die Zwölf Imame gebeten, Fürsprache einzulegen, was eine der unzähligen Formen der Mittlerschaft ist, wie auch die Bitte an Verwandt oder Freunde, ein Bittgebet für einen zu sprechen. Das bekannteste Bittgebet in diesem Zusammenhang ist wohl das nach der Mittelstrebung benannte Bittgebet des Mittlungsstreben [dua-u-tawassul]. Letztendlich kann aber jedes Zeichen ein Mittel sein.Eine ganz typische Form eines direkten eigenen Bittgebets unter Verwendung einer Mittlerschaft sieht z.B. Folgendermaßen aus:"Oh Gott, ich bitte dich um dieses und jenes, um der Liebe zu Muhammad (s.) Willen." Der Sinn der Mittlerschaft besteht darin, durch geeignete Mittel, wie z.B. Vorbilder, eine besondere Beziehung zu allem aufzubauen, was einem hilft, sich ALLAH stärker anzunähern. Es ist das mit einbeziehen der von ALLAH geliebten in seine von ALLAH geschenkte Liebe und somit ein Mittel zur Stärkung des eigenen Glaubens an die Einheit [tauhid].Die bekannteste Überlieferung zum Thema Mittlerschaft ist die Überlieferung über einen blinden Mann, wie es u.a. Tirmidhi ausgehend von Uthman ibn Hunaif, einem Gefährte des Propheten Muhammad (s.) wiedergibt: Ein blinder Mann zu Prophet Muhammad (s.) und sagte: "Meine Augen sind von einer Krankheit befallen, darum bete zu Allah für mich." Prophet Muhammad (s.) antwortete: "Gehe und vollführe die rituelle Waschung [wudhu], bete zwei Gebetsabschnitte [raka] und sage dann: "Oh Allah, ich bitte Dich und wende mich an Dich durch Deinen Propheten Muhammad, den Propheten der Barmherzigkeit. Oh Muhammad, ich erbitte deine Fürsprache bei meinem Herrn, dass er mir mein Augenlicht wiedergebe". Und der Prophet Muhammad (s.) fügte hinzu: "Und wenn ihr einer Sache bedürft, so tut das Gleiche".Abgesehen von Autoren wie Ibn Taimiyya und den darauf aufbauenden Wahhabiten ist die Mittlerschaft unter allen Muslimen unterschiedlich stark und mit verschiedenen Formen ausgeprägt.

 

  Schia
 
Schia, Schiiten,
Die Schia ist eine Grundrichtung des Islam. Der Name wird abgeleitet von "der Parteigänger Alis" [schiat-un-ali, شيعةعلي]. Die Anhänger der Schia, die Schiiten, betrachten Imam Ali (a.) als von Prophet Muhammad (s.) mehrmals zu Lebzeiten designierten Nachfolger (Kalif) und als ihren ersten Imam. Schiiten glauben, dass die Prophetennachfolge nur von einem Imam ausgeübt werden kann, da dieser als einziger göttlich legitimiert ist. Darauf aufbauend glauben sie, dass nur die Ahl-ul-Bait (a.) den Heiliger Qur'an fehlerfrei auslegen und auch vorleben können.
Unter dem Oberbegriff "Schiiten" werden oft verschiedene Strömungen zusammen gefasst, wie die Anhänger der Zwölf Imame, die man oft Dschafariten oder Imamiten nennt, die Ismaeliten, Zaiditen und Aleviten, wobei letztere teilweise Imamiten sind. Faktisch haben aber nur noch die Dschafariten bzw. Imamiten einen nennenswerten Einfluss.
In der Islamischen Republik Iran sind Schiiten in der absoluten Mehrheit, weshalb die Verfassung der Islamischen Republik Iran diesen Umstand bei gleichzeitiger Achtung der Rechte der anderen Rechtsschulen berücksichtigt.
Die Schiiten haben ihren Ursprung nicht, wie oft behauptet wird in der Auseinandersetzung nach dem Ableben von Prophet Muhammad (s.) bezüglich der Frage, wer sein legitimer Nachfolger sein sollte, was u.a. zu der Auseinadersetzung in Saqifa führte, sondern gehen bereits auf die erste Offenbarung zurück, die sie anders darstellen, als Sunniten. Die zahllosen Auszeichnungen Imam Ali (a.) und mehrfachen Erwähnungen als Nachfolger, bereits als Kind bei der Einladung der Quraisch mündeten schließlich in die offizielle Nominierung in Ghadir Chum.
Durch die Ereignisse in Saqifa wurde aber Imam Ali (a.) umgangen und Abu Bakr zum Nachfolger bestimmt. Erst nachdem drei andere Kalifen vor ihm regiert hatten, wurde Imam Ali (a.) 656 n.Chr. in einer nunmehr katastrophalen Lage der Muslime in der Moschee von Medina zum vierten Kalifen proklamiert. Nach schiitischer Auffassung kam mit ihm endlich der legitime Nachfolger des Propheten Muhammad (s.) an die Macht. Imam Ali (a.) wurde jedoch von einigen Gouverneuren der früheren Kalifen nicht anerkannt, darunter Muawiya ibn Abu Sufyan und Amr ibn Aas. Gleich drei fürchterliche innerislamische Kriege wurden Imam Ali (a.) aufgelastet bei der Kamelschlacht, bei der Schlacht von Siffin und der Schlacht von Nahrawan. Sowohl er, als auch bereits vorher seine Geliebte Frau Fatima (a.) wie auch alle weiteren 10 der 11 verbliebenen Zwölf Imame wurden on den herrschenden Dynastien ermordet. Nur Imam Mahdi (a.) lebt noch als einziger überlebender der Ahl-ul-Bait (a.) in der Verborgenheit und Schiiten warten sehnsüchtig auf sein baldiges Erscheinen.
Diese historischen Ereignisse trennten später auch die dschafaritische Rechtsschule von den sunnitischen Rechtsschule. Die jeweilige selbständige Rechtsfindung [idschtihad] fußte auf unterschiedlichen Überlieferungen. Während bei Schiiten Überlieferungen derjenigen, die kriegerische Handlungen gegen Imam Ali (a.) vollzogen haben unglaubwürdig sind, gelten sie bei Sunniten dennoch als glaubwürdig. Dementsprechend unterschieden sich die Hauptwerte der Überlieferungen, die bei Schiiten als Vier Bücher [kutub arba'a] bekannt sind.
Einen Höhepunkt der Folgen der anfänglichen Auseinandersetzung um die Nachfolge stellt die Tragödie von Aschura in Kerbela dar, die eine direkte Folge des Vertragsbruches durch Muawiya ibn Abu Sufyan ist, der seinen Friedensvertrag mit Imam Hasan (a.) vorsätzlich bracht und seinen Sohn Yazid ibn Muawiya als seinen Nachfolger einsetzte.
Schiiten verweise darauf, dass die Schia bereits im Heiliger Qur'an erwähnt wird. Das Wort "Schia" wird auch im Heiliger Qur'an verwendet und bedeutet dort "Anhänger, Mitglieder einer Gemeinschaft". So wird im Heiliger Qur'an manche rechtschaffenen Gläubigen als "Schia" anderer rechtschaffener Gläubiger bezeichnet.
"Und sicherlich war Abraham unter seinen Schia" (Heiliger Qur'an 37:83).
"Und er (Moses) ging in die Stadt zu einer Zeit als die Bewohner (der Stadt) nicht zusahen, und er fand darin zwei kämpfende Männer, einer gehörte zu seinen Schia und der andere zu seinen Feinden, und derjenige der sein Schia war rief ihn zu Hilfe gegen den der sein Feind war" (Heiliger Qur'an 28:15).
Wenn man ein "Schia" der rechtschaffenen Gläubigen ist, bedeutet das soviel wie "Anhänger" der Wahrheit. Dem Gegenüber, wenn man ein "Schia" eines Tyrannen und Sünders ist, wird man das selbe Schicksaal erleiden wie sein Anführer. Der Heilige Qur'an besagt das alle Menschen am Tag der Auferstehung [yaum-ul-qiyama] in Gruppen kommen werden angeführt vom jeweiligen Anführer [imam] an der Spitze jeder Gruppe (Heiliger Qur'an 17:71). Dementsprechend werden zwei arten von Imamen vorgestellt (28:41-42). Und der Heilige Qur'an weist darauf hin, dass es Imame gibt die von ALLAH dazu berufen wurden der Menschheit als Anführer zu dienen (32:24).
Der Begriff Schia existiert auch in der bereits frühen Überlieferung. Prophet Muhammad (s.) sagte u.a. im Zusammenhang mit (Heiliger Qur'an 98:7) zu Imam Ali (a.): "Das ist für dich und deine Schia! ...Ich schwöre bei dem der mein Leben kontrolliert, dass dieser Mann (Ali (as)) und seine Shi'ah sicher Befreiung an dem Tag des Jüngsten Gerichts erhalten."
Dschalal al-Din al-Suyuti, Tafsir al-Durr al-Manthur, (Cairo) vol. 6, S.379
Tabari, Tafsir Dschami`al Bayan, (Cairo) vol. 33, S. 146
Ibn Askari, Ta'rikh Dimasch, vol.42, S. 333, S.371
Ibn Hadschar, al-Sawa'iq al-Muhriqah, (Cairo) Ch. 11, section 1, S. 246-247
Weitere beispielhafte Überlieferungen des Prophet Muhammad (s.) zum Thema sind:
"Oh Ali! (Am Tag des Jüngsten Gerichts) werden du und deine Schia zu Allah kommen zufrieden und gefällig, und es werden zu ihm deine Feinde kommen ärgerlich und halsstarrig."
Ibn al-Athir, al-Nihaya fi gharib al-hadith, (Beirut, 1399), vol.4 S.106
al- Tabarani, Mudscham al-Kabir, vol.1 S.319
al-Hathami, Majma' al-Zawa'id, vol.9, Nummer 14168
"Gute Nachrichten, oh Ali (as)! Wahrhaftig du und deine Schia werden ins Paradies kommen."
Ahmad ibn Hanbal, Fadha'il al-Sahaba, (Beirut) vol.2, S. 655
Abu Nu'aym al-Isbahani, Hilyatul Awliya, vol. 4, S. 329
al-Khatib al-Baghdadi, Tarikh Baghdad, (Beirut) vol. 12, S. 289
al-Tabarani, Mudscam al-Kabir, vol. 1, S. 319
al-Haythami, Madschma' al-Zawa'id, vol.10, S.21-22
Ibn Askari, Ta'rich Dimashq, vol. 42, S. 331-332
IIbn Hadschar al-Haythami, al-Sawa'iq al-Muhriqah, (Cairo) Ch.11, section 1, S. 247
Als eine der wohl bedeutsamsten Überlieferungen in diesem Zusammenhang gilt die Überlieferung über die Zwei Gewichtige [thaqalain]. Zusammenfassend und vereinfachend lässt sich daher die Schia als die Lehre ALLAHs in der Liebe zu den Ahl-ul-Bait (a.) bezeichnen

 

  Imam
 
IMAM
Der Imam ist ein "Oberhaupt", "Vorsteher bzw. "Anführer". Der Begriff hat sowohl eine allgemein Bedeutung als auch eine spezielleSo trägt beispielsweise der Vorbeter eines Gemeinschaftsritualgebet [salat-ul-dschami] den Titel "Imam des Gemeinschaftsritualgebets". Es wird auch als Ehrentitel für einen hervorragenden Muslim von den jeweiligen Anhängern genutzt, wie z.B. Imam Chomeini oder Imam Chamene'i.
Im Heiliger Qur'an wird der Titel in ihrer speziellen Bedeutung als eine der höchsten Stufen dargestellt, mit der ein Mensch von ALLAH ausgezeichnet werden kann. In Vers 2:124 wird Abraham (a.) dieser Titel zuteil, nachdem er schon lange Prophet ist. Darüber hinaus waren auch Noah (a.), Moses (a.), Jesus (a.) und vor allem auch Prophet Muhammad (s.) Imame.
In der Schia bezeichnet der Titel "Imam" in seiner speziellen Bedeutung nur die Zwölf Imame, deren oberster Imam Prophet Muhammad (s.) ist. In dieser speziellen Bedeutung ist Imam Mahdi (a.) das aktuelle Oberhaupt der Islamischen Weltgemeinschaft [ummah].


 

  Imamat
 
Imamat, Führungsauftrag
Das Imamat bzw. der Führungsauftrag ist die vierte Grundlage im Stamm der Religion [usul-ad-din]. Es beschreibt die Tatsache, dass nach Vollendung der Religion durch Prophet Muhammad (s.) die Offenbarung [wahy] nur durch Menschen unverfälscht und fehlerfrei bewahrt werden können, die selbst auch fehlerfrei und rein sind. Gemäß Überlieferung des Propheten Muhammad (s.) sind das seine Ahl-ul-Bait (a.). Wie u.a. auch im "Sahih" von Muslim vermerkt, weist Prophet Muhammad (s.) darauf hin, dass die Führung nach ihm zwölf Personen obliegt, die allesamt von den Quraisch abstammen werden. Während Sunniten jener Überlieferung in den eigenen Hauptwerken keine große Bedeutung beigemessen haben, waren jene Personen für Schiiten die Zwölf Imame.Eine weitere von allen Muslimen anerkannte Überlieferung besagt, dass derjenige, der stirbt, ohne den Imam seiner Zeit zu kennen, den Tod der Unwissenheit stirbt. Während Sunniten damit auch die "Kenntnis" eines verstorbenen Imams einbeziehen, u.a. den Begründer der jeweiligen Rechtsschule, bedeutet es für Schiiten die Kenntnis des amtierenden lebenden Imams. Dementsprechend ist der Führungsauftrag [wilaya] ein unumgängliches Prinzip des Glaubens verankert im Stamm der Religion [usul-ad-din].Der wahre und fehlerfreie Imam hat die Aufgabe, die Menschen in allen Belangen und Fragen zu führen, so sie seinen Führungsauftrag [wilaya] annehmen. Imame bringen keine neuen Gebote, noch erneuern sie alte. Sie erläutern und verdeutlichen vielmehr den Heiligen Qur'an und Verfahrensweise [sunna] und leben diese auch selbst vor.Zu diesem Zweck sind sie wie die Propheten und Gesandten [nabi] rein und dadurch fehlerfrei. Ein Prophet kann selbst auch Imam sein, aber nicht jeder Prophet ist auch Imam. Prophet Muhammad (s.) ist der Imam aller Imame.Das Imamat bezieht sich allerdings nicht nur auf das Diesseits. Auch im Jenseits können die Imame für ihre Anhänger wirken durch Fürsprache. Diese enge Beziehung zwischen Imam und Anhänger wird besonders im Bittgebet des Mittlungsstreben [dua-u-tawassul] dargelegt. Darin werden die Zwölf Imame als Statthalter des Imamats erwähnt. Bei den Zaiditen gab es die theologisch-historische Problematik, dass man einerseits die überragende Stellung Imam Alis (a.) als ersten Imam anerkannte aber auch Abu Bakr und Umar nicht ablehnen wollte. So entstand bei ihnen die Theorie zum "Imamat des weniger ausgezeichneten [mafdhul]", das u.U. hinnehmbar war. So wurde eingeräumt, dass das Imamat des weniger Ausgezeichneten [mafdhul] eintreten könnte, wenn der Ausgezeichneteste [al-afdhal] nicht öffentlich sein Recht auf das Imamat durch einen bewaffneten Aufstand geltend machte.
Quelle: eslam.de
 

  tauba
 
tauba =Umkehr ,Buße , Reue


Die Buße bzw. die Reue ist grundsätzlich eine "Umkehr". Beim Menschen ist die Buße die Umkehr zu Gott, von dem er sich durch Sünde entfernt hat. Bei Gott ist die Umkehr das Anziehen des Menschen zu Sich, nachdem der Mensch durch die Gnade Gottes die Hindernisse vermindern konnte.
Die Reue wird oft auch als der Weg von der Weg von der Dunkelheit ins Licht [nur] beschrieben.
Im Heiligen Qur'an heißt es dazu: "Wahrlich, Gott liebt jene, die sich Ihm reuevoll zuwenden und die sich reinigen" (2:222).
Die Reue gehört zu den wichtigen Faktoren der islamischen Erziehungsordnung . Bereuen bedeutet, sich von etwas abzuwenden und zurückzukehren, d.h. Abkehr von der Sünde, die einhergeht mit der Enttäuschung über das zuvor Getane, und zugleich die Entscheidung einschließt, diese Sünde nicht noch einmal zu begehen und das durch diese Sünde Versäumte bzw. Geschädigte nachzuholen bzw. zu korrigieren, falls möglich.
Die Reue wird im Islam als eine allumfassende Veränderung angesehen, die das gesamte Wesen des Menschen umfasst und seine Neigungen und seinen Willen so beeinflusst, dass er sich von allen schlechten und negativen Handlungen entfernt und sich in die göttliche Richtung orientiert.
Die Reue durchläuft nach verschiedenen Gelehrten [faqih] grob unterteilt drei Stufen:
1. Gott wendet sich in Seiner Gnade und Barmherzigkeit dem Menschen zu, so dass dieser sich von seinen niedrigen und sündhaften Handlungen zu befreien sucht,
2. Der Mensch wendet sich in seinem Innersten reuevoll wieder Gott zu und hofft auf Seine Vergebung.
3. Die Reue wird von Gott angenommen, d.h. Seine aufrichtigen Knechte und Diener erlangen Seine Gnade und Vergebung. Er nimmt uns und unsere Hinwendung zu Ihm an.
Manchmal wird zwischen Reue und Buße unterschieden, so dass Reue der Akt der Umkehr ist, wohingegen Buße die Handlung ist, die aufgrund der Umkehr zur Wiedergutmachung erfolgt.





Quelle:eslam.de

 


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