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Qur'an lesen und verstehen
Die zweite Sure des Qurans Sure al - Baqara
Vers 286
Allah belastet niemanden über sein Vermögen. Ihm wird, was er verdient und über ihn kommt, was er gesündigt. "Unser Herr, strafe uns nicht, wenn wir uns vergessen oder vergangen haben; unser Herr, lege uns nicht eine Verantwortung auf, wie Du sie denen auferlegst, die vor uns waren. Unser Herr, bürde uns nicht auf, wozu wir nicht die Kraft haben, und lösche unsere Sünden aus und gewähre uns Vergebung und habe Erbarmen mit uns; Du bist unser Führer; also hilf uns weder das ungläubige Volk."
Hier geht es zunächst darum, was wir Muslime glauben. So wie unser Prophet Muhammad uns gelehrt hat, so glauben auch wir an Allah und an Seine Engel. Wir glauben an alle heilige Schriften, die Er den Menschen offenbart hat. Die wichtigste davon sind Tawrat (die Thora), Zabur (die Psalmen) und Injil (das Evangelium), die heute Teile der Bibel sind, und zuletzt natürlich der Quran. Wie glauben auch an alle Gesandten Allahs und erinnern uns an ihre Geschichten, von denen wir einige auch im Quran lesen können. Dazu gehören Nuh ( Noah), den Allah vor der großen Flut gerettet hat, Ibrahim (Abraham), der Allahs Freund war, Musa (Moses), der den Menschen wichtige Gebote gebracht hat, Isa (Jesus), der viele Wunder getan hat, und der letzte Prophet Muhammad (s), der für uns ein großes Vorbild ist. Wir sind dankbar dafür, dass Allah uns Seine Offenbarung und Seine Gesandten geschickt hat. Darum nehmen wir uns vor, darauf zu hören, darüber nachdenken und dem, was Allah uns gelehrt hat, auf beste Weise zu folgen.
Nun sind wir allerdings Menschen. Das heißt, es kann vorkommen, dass wir etwas nicht wissen oder Fehler machen . Aber Allah erwartet von uns nicht , dass wir eine Aufgabe erfüllen, die zu schwer für uns ist. So brauchen z.B. Kinder nicht zu fasten, es sei denn, sie versuchen es freiwillig. Oder kranke und alte Menschen, die nicht stehen oder nur unter Schmerzen knien oder aufstehen können, dürfen im Sitzen beten. Wenn wir aus Unwissenheit einen Fehler machen, können wir daraus lernen, es nächstes mal Vergesslichkeit etwas falsch machen, können wir uns vornehmen, in Zukunft achtsamer zu sein. So können wir z.B. ein Gebet, das wir aus Vergesslichkeit versäumt haben, später nachholen. Auch wenn wir einen Fehler gemacht haben, mit dem wir einem Menschen Schaden zugefügt haben, können wir uns bei diesem Menschen entschuldigen und uns wieder mit ihm versöhnen und versuchen, den Schaden wieder gutzumachen. In jedem Fall können wir Allah um Vergebung bitten, und Er wird uns vergeben und uns helfen, die Dinge besser zu verstehen.
Jeder einzelne Mensch ist für das verantwortlich, was er selbst tut. Allah wird uns also nicht zur Rechenschaft ziehen für Fehler, die andere gemacht haben. Wenn unsere Verwandten oder Freunde Fehler machen oder gar Böses tun und wir uns nicht daran beteiligen , dann sind wir auch nicht an dem Schaden mitschuldig, den sie anrichten . Im Quran finden wir die Geschichte von Abraham, der Gottes Freund wurde, obwohl sein Vater ein Götzendiener war. Umgekehrt wurden wir aber auch nicht belohnt für Gutes , das andere getan haben . Wenn also unsere Verwandten oder Vorfahren Gutes getan haben , dürfen wir uns nichts darauf einbilden , sondern wir sollen uns selber bemühen , ihnen nachzueifern . Als warnendes Beispiel finden wir im Quran die Geschichte von Noahs Sohn , der nicht mit auf die Arche gehen , sondern bei den bösen Menschen bleiben wollte und mit ihnen bestraft wurde. Wir bitten Ihn darum , uns keine so schweren Aufgaben zu geben wie manchen gottergebenen Menschen in früheren Zeiten , die unter Verfolgungen , Kriegen , schweren Krankheiten, Hunger und Not zu leiden hatten , damit wir Ihm dankbar und mit Freunde dienen können . Wir bitten Ihn auch , uns alle unsere Fehler zu ver - geben , uns Wissen zu lehren , uns den richtigen Weg zu führen , uns vor allen bösen Mächten zu schützen , die uns verwirren , und uns zu lehren , Richtiges und Falsches , Wahres und Unwahres voneinander zu unter- scheiden und immer um Gutes zu bemühen .
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