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   Tue.07.09.2010    
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   Das Leben Muhammads-6

Zehn Jahre waren seit der Auswanderung des Propheten von Mekka nach Medina vergangen. Die Zahl der Muslime war in dieser Zeit ständig angewachsen. Auch die Bewohner der Stadt at-Taif, die sich in der Vergangenheit immer geweigert hatten, von ihren Götzen abzulassen, sahen sich in der Zwischenzeit nur noch von Muslimen umgeben. Alle Stämme und Städte in ihrer Nachbarschaft waren nach und nach Muslime geworden und dienten nun dem Einen Gott. Die Bewohner von at-Taif fühlten sich deshalb nicht mehr so sicher. So beschlossen sie, mit dem Propheten einen Friedensvertrag abzuschließen.

Im Monat Ramadan schickten sie also eine Gruppe von Abgesandten zum Propheten. Diese erklärten dem Propheten, dass die Bewohner von at-Taif bereit seien, den Islam anzunehmen. Aber sie stellten auch Bedingungen: Drei Jahre lang wollten sie ihren Götzen al- Lat weiterhin beibehalten und sie wollten in diesen drei Jahren auch nicht die islamischen Pflichtgebete verrichten.

In Medina glaubten die Menschen an Allah!

Diese Bedingungen lehnte Prophet Muhammad (F.s.m.i.) natürlich ab, denn wie kann man an Allah glauben und gleichzeitig auch Götzen behalten wollen?! Und wer an Allah glaubt, muss auch bereit sein, alle Seine Gebote ausführen.

Schließlich baten sie, den Götzen wenigstens ein Jahr oder einen Monat beibehalten zu dürfen, doch niemals wäre der Prophet damit einverstanden gewesen!

Sie sahen ein, dass es notwendig war, den Götzen zu zerstören, doch sie baten darum, es nicht selbst tun zu müssen. Der Prophet schickte zwei seiner Gefährten mit ihnen nach at-Taif, die den Götzen zerstörten. Zunächst waren die Bewohner der Stadt traurig, einige weinten sogar, doch bald setzte sich der Glaube an den Einen Gott auch bei ihnen durch.

Auch andere Städte und Stämme, die weiter entfernt lagen, taten es den Leuten aus at- Taif gleich: von überall her kamen in diesem Jahr Abordnungen von Städten, Stämmen und Ländern, die Muslime werden wollten.

Inzwischen war die Zeit der Pilgerfahrt nach Mekka gekommen. Doch obwohl der Islam immer mehr Anhänger gefunden hatte, gab es immer noch Ungläubige, die ebenfalls jedes Jahr in den heiligen Monaten zur Kaaba pilgerten und dort ihre Götzen anbeteten. Noch war die Kaaba also nicht das Haus von Allah allein. Prophet Muhammad (F.s.m.i.) sollte aber mit der Pilgerfahrt warten, bis die Kaaba besucht wurde, um nur den Einen Gott zu verehren.

Deshalb entsandte er einen seiner Gefährten mit einer kleinen Gruppe von Muslimen zur Pilgerfahrt. Zu jener Zeit wurden die Verse der neunten Sure offenbart (lest diese Verse Im Qur'an nach!). Darin hat Allah den Gläubigen den Befehl gegeben, sich von den Ungläubigen loszusagen. Jeder Vertrag, der in der Vergangenheit mit den Ungläubigen gemacht worden war, wurde für ungültig erklärt. Nur die Verträge, die auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt worden waren, sollten bis zu dem festgesetzten Termin gültig bleiben.

Prophet Muhammad (F.s.m.i.) gab seinem Cousin All ibn Abu Talib den Auftrag, diese Nachricht den Ungläubigen zu überbringen. All Ibn Abu Talib machte sich also gleichfalls auf den Weg und berichtete den ungläubigen Pilgern von den neuen Verordnungen. Er sagte ihnen die neu offenbarten Qur'anverse auf, wie der Prophet es ihm aufgetragen hatte. Die Ungläubigen erhielten vier Monate Zeit, um sicher in ihre Heimat zurückzukehren.

Nun wollten auch die Stämme, die bisher immer an ihrem Götzendienst festgehalten hatten, Muslime werden. Sie alle kamen freiwillig zum Propheten des Islam und so war bald die ganze arabische Halbinsel frei von Götzendienern!

Der Glauben an Allah breitete sich aus!