das Erdbeben
Bisher haben wir vor allem über Zeichen des Schöpfers berichtet, die für den Menschen gut und schön sind und die ihm Freude bereiten. Vor wenigen Wochen aber hat ein ganz anderes Zeichen des Schöpfers die Menschen erschüttert:
ein Erdbeben, das im Iran ungeheure Schäden angerichtet hat.
Sicherlich habt ihr alle davon gehört und in den Nachrichten die schrecklichen Bilder gesehen. Ganze Städte und Dörfer wurden zerstört.
Viele Kinder haben Mutter, ihren Vater oder sogar ihre ganze Familie verloren.
Auch das Erdbeben ist ein Zeichen unseres Schöpfers. Doch für die Menschen ist es oftmals eine Katastrophe: Ihre Häuser werden zerstört,
Verwandte, Freunde, oder Nachbarn verletzt oder sogar getötet.
Im heiligen Qur'an ist häufiger von der bebenden Erde die Rede. In Sure 99 "Das Beben" heißt es z.B.: "Wenn die Erde in aller Heftigkeit erbebt, und wenn die Erde ihre Lasten herausgibt..." Die Menschen sollen durch das Erdbeben daran erinnert werden, daß Allah allein diese Welt erschaffen hat und das er allein die Macht hat, sie zu erhalten.
Allah allein kann die Ordnung dieser Welt verändern, so wie er es will!
Was aber geschieht im inneren der Erde, wenn sie plötzlich zu beben beginnt?
Warum entstehen Erdspalten und wie kommt es zu Erdrutschen?
Die Wissenschaftler unterscheiden verschiedene Arten von Erdbeben:
Beben die entstehen, wenn in der Erde vorhandene Hohlräume einstürzen.
Bei Vulkanausbrüchen gibt es Gasexplosionen, die so gewaltig sein können, daß dadurch die Erde bebt.
Aber die Erdkruste verschiebt sich auch. Oftmals sind das nur ganz winzige Verschiebungen, wenige Millimeter nur, die ein Erdbeben auslösen können.
Es gibt auch Seebeben. Auch diese beben können dem Menschen schaden, denn es können dabei riesige Wellen entstehen,
die die Küstengebiete überschwemmen und Schaden anrichten.
Wir hören vor allem immer von den Erdbeben, die Schäden anrichten, wie z.B. in den letzten Wochen von dem Erdbeben im Iran und auf den Philippinen. Tatsächlich schätzt man aber, daß es in einem Jahr etwa 100000 bis 150000 Erdbeben gibt! Die meisten davon sind aber so schwach, daß der Mensch sie gar nicht wahrnimmt. Nur ungefähr 5000 von diesen Beben werden vom Menschen gefühlt und davon sind es etwa 100 Erdbeben, die Schäden verursachen.
Deshalb unterscheidet man verschiedene Stufen bei den Erdbeben:
Unmerklich werden die beben genannt, die der Mensch nicht bemerkt,
sondern die nur von ganz bestimmten Apparaturen und Geräten registriert werden.
Leichte Erdbeben werden nur von wenigen Menschen wahrgenommen.
Bei mäßigen beben können z.B. die Möbel verrutschen oder das Geschirr klirren.
Zerstörende Beben verursachen z.B. Risse in Mauern oder auch im Boden.
Große Katastrophenbeben jedoch können alles zerstören, was der Mensch geschaffen hat. Und dabei verändert sich auch die Erdoberfläche:
Es kommt zu Erdrutschen, im Boden klaffen plötzlich große spalten, Gebäude stürzen ein.
So sah es nach dem Erdbeben in Iran aus!
Beim Beben entstehen elastische Wellen. Sie breiten sich durch das innere der Erde aus. Diese Wellen sind unterschiedlich schnell; es gibt eher langsame Wellen, die sich etwa 200m in einer Sekunde fortbewegen, während ganz schnelle Wellen bis zu 14km in einer einzigen Sekunde zurücklegen können! Die Erdbebenwellen nennt man auch seismische Wellen.
Das Gerät , mit dem man diese Wellen aufzeichnen kann, heißt Seismograph.
Viele Tiere haben ein ganz besonderes Gespür für ein nahendes Beben. Sie werden oftmals schon Stunden vor dem Ausbruch des Erdbebens unruhig oder flüchten. Auch iranische Leute im Erdbebengebiet haben berichtet,
das die Vögel und Haustiere schon vor dem Beben besonders aufgeregt waren.
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