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   Sat.04.02.2012    
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   Das Leben Muhammads -2
    Die Belagerung von At-Taif

Die Muslime hatten es mit Allahs Hilfe geschafft, die Ka'ba von den schrecklichen Götzenbildern und Statuen zu säubern. Sie hatten wieder einmal festgestellt, dass Allah die einzige wirkliche Hilfe und Unterstützung ist. Ihr Glaube wurde dadurch noch mehr gestärkt. Doch schon bald verbreitete sich die Nachricht, dass andere Stämme der Halbinsel sich gesammelt hatten, um sich durch einen Angriff gegen die Muslime vor dem Islam zu schützen.

Sie hatten ihre Familien und ihr ganzes Vermögen mitgenommen.

Im Tal von Hunain warteten sie auf die Muslime. Die Kämpfe wurden sehr hart. Für die Ungläubigen ging es darum, ihre Familien und ihren Besitz zu verteidigen. Die Muslime jedoch kämpften für die Religion Allahs und gegen den Götzendienst. Die Muslime waren schließlich siegreich, obwohl es auch in ihren Reihen viele Opfer zu beklagen gab.

Die Götzendiener flohen nach At Taif und suchten dort Zuflucht. Prophet Muhammad (Friede sei mit ihm) beschloss, At Taif zu belagern. Er war schon einmal in dieser Stadt gewesen, um die Leute zum Islam und zum Glauben an den Einen Gott aufzurufen. Doch damals hatte man ihn nur verspottet und sogar mit Steinen beworfen. Dieses Mal jedoch kam er mit Tausenden von getreuen Muslimen nach At Taif.

Nachdem die Bewohner der befestigten Stadt die Muslime mit Pfeilen beschossen, zogen sie sich etwas zurück, so dass sie nicht mehr getroffen werden konnten. Die Ungläubigen waren in ihrer Festung gut geschützt.

Einige Einwohner der Stadt waren zu den Muslimen geflohen und berichteten, dass es viele Vorräte in der Stadt gab, die für eine lange Zeit reichen würden. Daraufhin beschloss der Prophet, die Belagerung abzubrechen. Sie kehrten nach Mekka zurück.

Dort vollzogen sie die "kleine Pilgerfahrt", die Umra. Der Prophet bestimmte einen Muslim, der die Menschen in Mekka den Islam lehren sollte.

Daraufhin kehrten sie nach Medina zurück, um wieder etwas Ruhe zu finden. Immer wieder kam es vor, dass Stämme Gesandte zum Propheten schickten und ihre Ergebenheit in Gott und den Islam erklärten. Die islamische Gemeinschaft wurde immer größer. Auch die Aufgaben und Verpflichtungen nahmen im gleichen Maße zu. Die Muslime mussten den "Zehnten" als Steuer bezahlen, die Ungläubigen mussten Grundsteuer entrichten. Inzwischen hatte sich der Islam in ganz Arabien verbreitet.

Doch nun hatten die Römer ein Heer aufgestellt, um vom Norden her gegen die Muslime in den Krieg zu ziehen. Prophet Muhammad beschloss, sich ihnen zum Kampf zu stellen. Um den Römern entgegenzuziehen, mussten die Muslime die Wüste durchqueren und der Sommer war gerade erst zu Ende gegangen: es war also noch sehr heiß.

Viele der Muslime erwiesen sich nun als Heuchler: sie suchten irgendwelche fadenscheinige Gründe, um sich vor diesen bevorstehenden Strapazen zu drücken. Sie wurden sogleich streng bestraft und dies wurde ein Beispiel für die anderen Muslime, es ihnen nicht gleichzutun. So sammelten sich 30 000 Muslime, die ihren Glauben gegen den Angriff der Römer verteidigen wollten. Man nannte sie das "Heer der Mühsal".

Als die Römer davon erfuhren, entschlossen sie sich zum Rückzug. Prophet Muhammad (Friede sei mit ihm) schloss mit den Grenzprovinzen Friedensverträge ab. So hatte er die Grenzen gesichert und musste nicht weiter mit einem plötzlichen Angriff der Römer rechnen. Nach der Rückkehr nach Medina behandelte der Prophet die Heuchler besonders streng.

Er wollte verhindern, dass sie Unfrieden in die muslimische Gemeinschaft brachten. Als diese Heuchler außerhalb von Medina eine Moschee erbauten, in der sie die Worte Allahs verdrehten, um Unfrieden und Zwietracht unter den Muslimen zu stiften, ließ der Prophet diese Moschee verbrennen. Die Heuchler hatten keinerlei Unterstützung und einige von ihnen bereuten ihr Tun.

Niemand wollte mit den Heuchlern etwas zu tun haben!

Dies war der letzte Kriegszug des Propheten gewesen. Der Prophet blieb danach in Medina. Von den zwei Söhnen und vier Töchtern, die er mit seiner ersten Frau Chadidscha gehabt hatte, war nur noch Fatima am Leben. So erfreute er sich in dieser Zeit besonders an seinem Sohn Ibrahim, der etwa anderthalb Jahre alt war. Doch bald wurde Ibrahim sehr krank und trotz aller Pflege und Fürsorge, die ihm seine Mutter Maria zukommen ließ, starb er bald darauf in den Armen des Propheten. Muhammad (Friede sei mit ihm) war voller Trauer. Doch voller Freude sah er auch, dass sich immer mehr Menschen zum Islam bekannten, und er setzte seine Aufgabe fort, die Menschen auf Allahs Weg rechtzuleiten.