Das Leben Mohammeds
Nach dem Kampf zwischen den Muslimen und den Götzendienern bei Uhud, mußten die Muslime in Medina besonders vorsichtig sein. Die Gegner des Propheten dachten, die Muslime seien durch den Kampf geschwächt. Sie schmiedeten Pläne, wie sie gegen den Propheten Muhammad (F.s.m.i.) und seine Gefährten vorgehen könnten. Auch die Juden in Medina wünschten dem Propheten und seinen Gefährten nur Unglück. Prophet Muhammad (F.s.m.i.) erfuhr jedoch von ihrer Verschwörung. Dadurch hatten sie den Vertrag, den sie mit dem Propheten geschlossen hatten, gebrochen. Er forderte sie auf, innerhalb von zehn Tagen ihre Häuser zu verlassen. Die Juden überlegten hin und her und verbarrikadierten sich schließlich in ihren Häusern.
Letztendlich sahen sie aber doch ein, daß es besser für sie wäre, wenn sie die Stadt verließen.
In Medina kehrte danach wieder Ruhe ein.
Der Prophet kümmerte sich nun vor allem um den Aufbau der ersten islamischen Gesellschaft.
Trotzdem blieb Muhammad (F.s.m.i.) weiterhin vorsichtig;
er schickte ständig Kundschafter in alle Himmelsrichtungen aus,
die ihn über die neuesten Pläne der verschiedenen Stämme unterrichten.
Vor allem die Juden versuchten die anderen Gegner der Muslime aufzuhetzen und bereiteten einen Kriegszug vor.
Abu Sufjan von den Quraisch führte das Heer, das ungefähr zehntausend Mann stark war,
in Richtung Medina an. Die Muslime sahen ihre einzige Möglichkeit darin,
in Medina zu bleiben und sich zu verteidigen.
Salman, der Perser, ein treuer Gefährte des Propheten, kannte andere Arten, wie man einen Krieg führt, als die Araber.
Er machte den Vorschlag, um die Stadt herum einen Graben zu auszuheben. Auch die Häuser sollten befestigt werden. Der Prophet selbst half dabei mit, was seine Gefährten besonders eifrig werden ließ. Und nach sechs tagen war der Graben fertig - gerade rechtzeitig, bevor die Feinde Medina erreicht hatten.
Als das Heer bei Medina ankam, sahen sie, daß sie keine Möglichkeit hatten, den Graben zu überwinden. Der Winter stand bevor, und ihre Zelte boten nur unzureichend Schutz vor der Kälte und dem Sturm. Sollte das Heer unverrichteter Dinge umkehren?
Sicherlich würden sie ein solches Heer kein zweites Mal aufstellen können!
Schließlich hatte Hujjaj ibn Achtab, der Anführer der Juden, die der Prophet aus Mekka ausgewiesen hatte, eine Idee. Er wollte den jüdischen Stamm Banu Kuraiza dazu überreden, ihre Freundschaftsvertrag mit den Muslimen zu brechen.
Denn dann würden die Muslime kein Proviant mehr bekommen.
Die Banu Kuraiza wollten den Vertrag erst einhalten, ließen sich dann aber doch umstimmen. Medina wurde belagert. Doch der Graben verhinderte, daß die Angreifer in Medina einfallen konnten. In der Nacht vernichtete ein heftiger Sturm die Pferde,
Kamele und Zelte der Angreifer und Abu Sufjan riet zur Umkehr.
Der feind war zwar abgezogen, doch die Muslime wußten,
daß sie vor einem erneuten Angriff ihrer Gegner nicht sicher sein konnten.
Die Banu Kuraiza, die ihren Vertrag mit den Muslimen gebrochen hatten,
mußten für ihre Untreue bestraft werden.
Die Muslime zogen aus und belagerten die Festung der Banu Kuraiza. Nach 25 Tagen erkannten die Juden, daß sie sich in einer ausweglosen Situation befanden. Sie versuchten, mit dem Propheten zu verhandeln: Sie wollten auswandern und ihren Besitz zurücklassen.
Doch Prophet Muhammad (F.s.m.i.) lehnte dies ab.
Sad ibn Muadh, ein Verbündeter der Juden, wurde ausgewählt,
um ein Urteil zu sprechen. Die Soldaten der Banu Kuraiza verurteilte er zum Tod und ihr Vermögen sollte aufgeteilt werden.
Dieses Ereignis stärkte die Stellung der Muslime weiter. Dies war auch wichtig, denn die Botschaft des Propheten sollte weiter verbreitet werden.
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