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   Sat.04.02.2012    
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   DAS LEBBEN MUHAMMMADS (F.S.M.I.) - DIE ABSCHIEDSWALLFAHRT

Zu den wichtigsten Ritualen des Islam geh?rt die Wallhaft oder Hadsch. Denn bei den Zeremonien der Hadsch zeigt sich auf besondere Weise die Einheit und Gleichheit der Muslime. Seitdem Prophet Ibrahim (F.s.m.i.) die Kaaba errichtet hatte, war dieser Ort immer ein Zentrum, zu dem es die gl?ubigen Menschen zog. Doch im Laufe der Zeit hatten die Menschen vergessen, was Prophet Ibrahim sie gelehrt hatte. Als die Zeit der Hadsch kam, bereitete sich Prophet zur Wallhaft vor. Er hatte bereits die kleine Wallhaft, auch umra genannt, gemacht. Doch für die Zeremonien der gro?en Wallhaft wollte er den Muslimen in diesem Jahr ein Vorbild sein. Die Neuigkeit, da? der Prophet die Wallhaft vollziehen werde, verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Von überall her kamen die Muslime, schlugen ihr Zelte auf und warteten auf den Tag, an dem der Prophet aufbrechen werde. In den letzten Tagen der Zul Qa'da brach die riesige Pilgergruppe unter der Führung des Propheten in Richtung Mekka auf. Bei Zul Khulaifa hatten sie ihre erste Ruhepause und die Pilger versetzten sich in den Weihezustand (Ihram) und legten gem?? dem Vorbild des Propheten das Pilgergewand an: zwei einfache wei?e Tücher. Sie riefen wie der Prophet "Labbayk" was so viel bedeutet wie "Hier bin ich, Dir zu Diensten". Am 4. Zul-Hiddscha erreichten die Pilger Mekka. Der Prophet ging geradewegs zur Kaaba, berührte den schwarzen Stein mit seinen H?nden und kü?te ihn, bevor er die Kaaba siebenmal umschritt. Danach betete er zwei Rakat. Er verlie? dann die Moschee und lief zwischen den Hügeln as-Safa und al-Marwa entlang.

Dann wandte er sich an die Pilger und wies sie an, da? diejenigen, die kein Opfertier bei sich hatten, die Pilgerfahrt nun beenden mü?ten. Für einige der Muslime war es schwer zu akzeptieren, da? sie den Weihezustand aufgeben sollten und so z?gerten sie, was den Propheten sehr erboste. W?hrenddessen hatte auch Ali, den der Prophet mit einem besonderen Auftrag nach Jemen geschickt hatte, von der Pilgerfahrt des Propheten erfahren.Er eilte nach Mekka und setzte sich unterwegs in den Zustand des Ihrams, wie der Prophet es getan hatte. Mit dem Propheten, der sich davon überzeugt hatte, da? Ali die Voraussetzungen für die Hadsch erfüllt hatte, vollzog er die Zeremonien. Es war der achte Tag des Monat Zul-Hidscha. Dieser Tag wird auch der Tag von Tarrwiyya genannt. An diesem Tag zogen die Muslime nach Mina, wo sie bis zum Sonnenaufgang des n?chsten Tages blieben.

Dann bestieg der Prophet sein Kamel und begab sich zum Berg Arafat. Auf dem Berg angekommen, hielt er den Gl?ubigen eine Rede. "O Leute! H?rt meine Worte, denn es ist m?glich, da? ich in Zukunft hier nicht mehr mit euch zusammentreffen werde. O Leute! Euer Blut und euer Besitz sind unverletzlich, wie dieser Tag und dieser Monat bis zu dem Tage, da ihr Allah begegnen werdet und jede Uberschreitung in dieser Hintersicht ist unzul?ssig." Um ganz sicher zu sein, da? seine Worte den n?tigen Eindruck bei den Menschen hinterlie?en, wies er Rabi'a bin Ummaya an, die Leute zu fragen: "Welchen Monat haben wir nun?" Sie antworteten alle: "Es ist ein ehrbarer Monat und das K?pfen in diesen Monat verboten." Dann sagte der Prophet zu Rabi'a: "Frage sie, welcher Ort das ist." Sie sagten: "Es ist ein ehrbarer Ort und Blut vergie?en und Uberschreitung ist hier streng verboten." Danach sagte der Prophet zu Rabi'a: "Frage sie, welche Tag heute ist." Sie gaben zur Antwort: "Es ist der Tag der Gro?en Pilgerfahrt." Der Prophet sagte. "Euer Blut und euer Besitz sind so ehrbar wie dieser Tag. Ihr werdet bald zu Allah zurückkehren und euer guten und schlechten Taten in dieser Welt werden gewichtet. Satan hat die Hoffnung verloren, da? er in euerem Land angebetet wird. Wenn ihr ihm jedoch in kleinen Angelegenheiten folgt, wird er sich freuen und glücklich sein. Also folgt Satan nicht. Ja. o Leute! H?rt meine Worte und denkt über sie nach. Ich hinterlasse euch zwei denkwürdige Dinge - eines davon ist das Buch Allahs und das andere ist meine Rede und Sunna, und wenn ihr an ihnen festhaltet, werdet ihr niemals irregehen. Jeder Muslim ist der Bruder eines anderen Muslims und alle Muslime in der Welt sind einander Brüder. Die Anwesenden sollen diese Worte denjenigen mitteilen, die nicht hier sind. Nach mir wird es keinen Propheten geben und nach euch Muslimen wird es keine Umma geben." Danach zeigte der Prophet zum Himmel und sagte: "O Allah, ich habe deine Botschaft überbracht. O Allah, bezeuge es" und beendete seine Predigt.

Der Prophet blieb auf dem Berge Arafat bis zum Sonnenuntergang und begab sich dann nach Muzdafila, wo er die Nacht verbrachte. Am n?chsten Morgen begab er sich bei Anbruch der Morgend?mmerung nach Masch'ar. Dann ging er weiter nach Mina, wo er symbolisch Steine gegen den Teufel warf und danach seine Opfertiere schlachtete. Abschlie?end rasierte er sein Kopfhaar und brachte damit die Wallfahrt zu Ende. Diese Wallfahrt wurde in der Geschichte des Islam als die Abschiedswallfahrt, die Wallfahrt der Ubermittlung der Botschaft und auch die Wallfahrt des Islam bekannt. Die Wallfahrt war vorüber und die Muslime hatten die damit verbundenen religi?sen Handlungen direkt vom Propheten gesehen und gelernt. Der Prophet und die riesige Menschenmenge brachen zur Heimkehr nach Medina und in ihre jeweilige Heimat auf.

Die Pilger machten an dem Ort Ghadir Khum Rast. Dort hielt der Prophet folgende Rede:"Alle Preis gebührt Allah. Wir trachten nach Seiner Hilfe und glauben an Ihn und wir vertrauen auf Ihn. Wir suchen Zuflucht bei Ihm vor unseren schlechten Taten und ungeh?rigen Handlungen. Er ist der Herr, au?er dem es keine Führung gibt. Es gibt niemanden, der denjenigen in die Irre leitet, der von Ihm geleitet wird. Ich bezeuge, da? es keinen Gott gibt au?er Allah und Muhammad ist Sein Diener und Gesandter. Ja o Leute! Ich werde vielleicht schon bald die g?ttliche Einladung annehmen und von euch gehen. Ich bin verantwortlich und ihr seid auch verantwortlich. Was ist eure Meinung über mich?" In diesen Moment sagten die Anwesenden laut: "Wir bezeugen, da? Du deine Mission erfüllt und Dich in dieser Hinsicht bemüht hast. M?ge Allah dich dafür belohnen!" Der Prophet sagte: "Bezeugt ihr, da? der Herr der Welten Einer ist und Muhammad Sein Diener und Sein Gesandter ist und da? es keine Zweifel über das Leben in der anderen Welt gibt?" Alle sagten: "Das ist richtig und wir bezeugen es!" Dann sagte der Prophet: "O ihr Muslime! Ich hinterlasse zweierlei wertvollen Besitz als Verm?chtnis an euch und es mu? sich zeigen, wie ihr mit meinen beiden Verm?chtnissen umgeht." In diesem Moment stand jemand auf und sagte mit lauter Stimme: "Was meinst du mit den zwei ausgezeichneten Dingen?" Darauf antwortete der Prophet: "Eines von beiden ist das Buch Gottes. Und die andere Sache ist meine Nachkommenschaft und meine Ahl-ul Bayt. Allah hat mich wissen lassen, da? diese beiden denkwürdigen Dinge nicht voneinander getrennt werden. Strebt nicht nach Vorrang über den Qur'an und über meine Nachkommenschaft, und seid nicht nachl?ssig in eurem Verhalten ihnen gegenüber, damit ihr nicht vernichtet werdet." Dann sagte der Prophet: "Allah ist mein Herr (Maula) und ich bin der Maula der Gl?ubigen und ich bin verdienstvoller und genie?e mehr Rechte über sie als sie selbst. Ja o Leute! Wessen Maula ich bin, dem ist auch Ali Maula. O Allah! Liebe jene, die Ali lieben und sei denen feindlich gesinnt, die Ali feindlich gesinnt sind. O Allah! Hilf' Alis Freunden, demütige seine Feinde und mache ihn zum Angelpunkt der Wahrheit." In dieser Zeit wurde der dritte Vers der Sure al-Ma-'ida offenbart: "...Heute habe ich eure Glaubenslehre für euch vollendet und Meine Gnade an euch erfüllt und euch den Islam zum Bekenntnis erw?hlt..." Die Versammlung l?ste sich auf, und die Menschen strebten in alle Himmelsrichtungen auseinander und zogen in ihre Heimat zurück, wo sie ihre Erlebnisse genau weitererz?hlten...

Die Moschee des Propheten in Medina