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   Sat.04.02.2012    
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  Muhammads Leben 2

Der Kampf bei Badr

Als die Muslime Badr erreicht hatten, wollte der Prophet eigentlich gleich am ersten Brunnen sein Lager aufschlagen. Doch einer seiner Gefährten, Al Hubab, fragte ihn, warum er gerade an diesem Platz lagern wolle und ob dies seine eigene Entscheidung sei, oder aber ob es ihm von Allah befohlen worden war. Der Prophet antwortete, er selbst habe sich für diesen Platz entschieden. Daraufhin antwortete Al Hubab, dass dieser Lagerplatz seiner Meinung nach nicht so gut geeignet sei. Die Muslime sollten vielmehr bis zu dem Brunnen weiterziehen, der den Kuraisch am nächsten war. Die dahinterliegenden Brunnen sollten zugeschüttet werden, so dass die Kureisch kein Wasser hätten. Die Muslime aber sollten für sich selbst ein Wasserbecken anlegen, so dass sie genug Wasser zu trinken hatten.

Muhammad (F.s.m.i.) erkannte, dass dies ein guter und richtiger Rat war und zog mit seinen Gefährten weiter. Für den Propheten wurde eine Hütte aus Laub gebaut. Obwohl die Muslime hofften, dass sie aus dem Kampf siegreich hervorgehen würden, hatten sie somit doch Vorsorge getroffen, für den Fall der Niederlage. Der Prophet sollte in der Hütte verweilen und konnte so im Falle einer Niederlage nach Medina zu den zurückgebliebenen Muslimen zurückkehren.

Einer der Kureisch versuchte, das Wasserbecken der Muslime zu zerstören, doch er wurde überwältigt. Es kam zu einigen Zwei- kämpfen und an einem Freitagmorgen, dem 17. Tag des Monats Ramadan, zogen die beiden Gruppen gegeneinander. Muhammad (Friede sei mit ihm) führte die Muslime an, doch er kehrte bald in seine Laubhütte zurück und widmete sich der Anrufung Allahs.

Die Kureisch waren den Muslimen der Anzahl nach weit überlegen und sie waren auch viel besser ausgerüstet. Der Prophet machte sich deshalb Sorgen und flehte Allah an, ihnen zu helfen und ihnen zum Sieg zu verhelfen. Allah ließ sein Flehen nicht unerhört: nach einiger Zeit verkündete er den Kämpfern, dass diejenigen, die für Allahs Sache kämpfen und dabei den Tod finden, Eingang ins Paradies finden werden. Damit unterstützte er die Kämpfer und spornte sie noch mehr an.

Diese göttliche Offenbarung, die der Prophet den Gläubigen übermittelte, lautet:

"O Prophet, feuere die Gläubigen zum Kampf an. Sind auch nur zwanzig Standhafte unter euch, sie sollen zweihundert überwinden; und sind hundert unter euch, sie sollen tausend überwinden von denen, die ungläubig sind, weil das ein Volk ist, das nicht versteht. Jetzt aber hat Allah euch eure Bürde erleichtert, denn Er weiß, dass in euch Schwachheit ist. Wenn also unter euch hundert Standhafte sind, so sollen sie zweihundert überwinden; und wenn tausend unter euch sind, so sollen sie zweitausend überwinden nach Allahs Gebot. Und Allah ist mit den Standhaften." (Sure Al-Anfal, Verse 66 und 67)

Die Muslime waren durch ihren tiefen Glauben an Allah so gestärkt und so furchtlos, dass sie überhaupt nicht mehr daran dachten, dass die Kureisch in der Überzahl waren. Sie kämpften für Allah und für den Islam und waren schließlich mit Allahs Hilfe siegreich über die Ungläubigen.

Die Mekkaner wollten zuerst nicht glauben, dass ihre Kämpfer besiegt worden waren. Schließlich aber mussten auch sie die Wahrheit erkennen. Sie waren zutiefst entsetzt. Nach und nach lösten sie die Gefangenen aus und warteten nur auf eine passenden Gelegenheit, sich am Propheten und den Muslimen zu rächen.

Für den Propheten und die Muslime hatte dieser Sieg jedoch mehr Macht und Stärke gebracht. Der Gesandte Allahs (F.s.m.i.) war zum Herrscher nicht nur der Muslime, sondern auch der meisten anderen Einwohner Medinas geworden.

Bald begannen im Geheimen die ersten Verschwörungen gegen ihn, insbesondere unter den Juden. Prophet Muhammad (F.s.m.i.) forderte die Juden auf, die Muslime nicht weiter herauszufordern und die Freundschaftsab- kommen einzuhalten. Doch die Juden achteten nicht darauf. Daraufhin bewachten die Muslime 15 Tage deren Häuser. Sie ließen niemanden hinein oder herausgehen, so dass die Juden der Banu Kainuka sich schließlich unter- werfen mussten. Sie mussten Medina zur Strafe verlassen.