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   Sat.04.02.2012    
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  Das Ziel des Lebens

Gehen wir In die Schule oder durch die Strassen einer Stadt, können wir die unterschiedlichsten Typen von Jugendlichen entdecken. Bürstenschnitt und Lederstiefel, lange Haare und zerschlissene Jeans, rote, grüne, gelbe, lila Haare Im Irokesenschnitt und schwarze Kleidung,...

Diese Jugendlichen unterscheiden sich nicht nur äußerlich völlig voneinander - auch Ihre Ansichten und Einstellungen sind oftmals ganz gegensätzlich. Aber trotz allem haben sie etwas gemeinsam: sie haben ein Ziel. Manche wollen eine Familie, ein schönes Haus und ein schnelles Auto haben und schöne Reisen unternehmen.

Andere lehnen das ab: sie wollen frei sein von materiellen Zwangen. Sie wollen aus Spaß arbeiten, und nicht nur wegen des Geldes. Wieder andere sehen den Sinn im Leben darin, anderen zu helfen: sie wollen Krankenpfleger, Arzt oder Entwicklungshelfer werden.

Einige wollen einfach so In den Tag hineinleben: sie denken nur an das Jetzt und Heute und nicht an morgen.

Haben diese Menschen also kein Ziel? Doch, sie wollen in Jedem Moment mit ihrem Leben zufrieden sein. Einige von ihnen behaupten vielleicht: "Was? Ziel? Ich habe kein Ziel. Schaut euch doch um: alles hat der Mensch zerstört! Wälder, Flüsse, Meere, alles ist verseucht und verdreckt. Das Leben ist nur ein unnützer Kampf. - Wo Future, keine Zukunft!** Aber auch diese Menschen haben ein Ziel: sie setzen sich zum Beispiel in Umweltgruppen für ein gesunderes Leben ein, oder sie werden politisch aktiv. Kurz gesagt: alle Menschen haben ein Kiel im Leben! Manche arbeiten vielleicht ganz zielstrebig darauf hin, während anderen ihr Kiel vielleicht gar nicht so bewußt ist.

Was ist für einen Muslim das Ziel im Leben?

Die Antwort darauf finden wir im Qur'an. Ein Muslim strebt danach, die Gebote Gottes zu beachten und zu erfüllen. Er will mit seinen Taten Gott erfreuen. Viele Menschen denken heutzutage, dass es keinen Gott gibt. Oder viele von ihnen glauben auch in ihrem Herzen an Gott, aber sie denken es sei unmodern, diesen Glauben auch im Leben in die Tat umzusetzen. Aber der Qur'an lehrt uns in Sure 6, Vers 163, dass Prophet Abraham (F.s.m.i.) sagte: "Wahrlich, mein Gebet, mein Opfer, mein Leben und mein Tod gehören Allah, dem Herrn der Welten." "Jeder Muslim strebt danach, sein ganzes Leben nur nach Gott allein auszurichten.

Warum glauben nicht alle Menschen an Gott?

Die Menschen glauben zunächst einmal an das, was sie sehen. Wir wissen, dass es einen Tisch gibt, weil er vor uns steht. Wir wissen auch, dass es z.B. Wind gibt, weil wir ihn fühlen und manchmal auch sehen können, wenn er das Laub durch die Luft wirbelt. Durch unsere fünf Sinne können wir erkennen, was existiert. Wir können mit den Augen unsere Umwelt wahrnehmen; mit unseren Ohren können wir z.B. im Wald Tiere hören, die wir nicht sehen; mit der Zunge können wir schmecken, ob etwas heiß oder kalt, bitter oder süß ist usw.; mit unserer Nase können wir Feuer, Blumen, Essen usw. riechen; mit den Händen können wir uns z.B. in der Dunkelheit den Weg, den wir nicht erkennen können, ertasten.

Aber wir wissen z.B. auch, dass wir ein Herz und andere Organe in unserem Körper haben, obwohl wir sie nicht gesehen oder gefühlt haben. Alles wurde erschaffen von Gott, dem Schöpfer und Erhalter. Aber halt, werden nun einige sagen: "Wo ist denn euer Gott? Warum glaubt ihr an ihn? Ihr könnt doch gar nicht sicher sein, dass es ihn wirklich gibt!? Oder könnt ihr ihn vielleicht sehen oder hören oder fühlen?'

Auch ein Lehrer, der nicht an Gott glaubte, wollte seinen Schülern seine Ansicht beweisen. Er fragte: "Könnt ihr diesen Tisch sehen?" "Ja" antworteten alle. Der Lehrer fragte weiter: "Könnt ihr mich sehen?" wiederum stimmten die Schüler zu. So fragte der Lehrer noch nach einigen anderen Dingen, die alle sehen konnten. Dann fragte er: "Könnt ihr Gott sehen?" Nun mußten natürlich alle mit "Nein" antworten. Daraufhin erkärte der Lehrer ganz einfach: "Seht ihr, also gibt es auch keinen Gott!" Er war der Meinung, daB man Gott ebenso sehen müßte wie einen Tisch oder einen Stuhl.

Die Schüler waren ein wenig verunsichert. Da stand einer von ihnen auf und bat um Erlaubnis, auch einige Fragen stellen zu dürfen. Zu seinen Kameraden gewandt fragte er: "Kameraden, seht ihr den Lehrer?" "Ja" antworteten alle. "Könnt ihr auch seinen Kopf und seine Arme und Hände sehen?" Die Antwort war wiederum "Ja".

Nun fragte der schlaue Schüler: "Könnt ihr auch den Verstand des Lehrers sehen?" Natürlich lautete die Antwort darauf "nein". "Nun", sagte der Schüler, "unser Herr Lehrer hat gesagt, dass wir nur an das glauben sollen, was wir auch sehen, lind er meint, was man nicht sehen kann, existiert auch nicht. Wenn das aber zutreffend wäre, wüirde das doch bedeuten, daß unser Lehrer keinen Verstand hat, und das denkt doch niemand!" Nun mußte der Lehrer erkennen, daß er darauf keine Antwort geben konnte.

Warum können wir Gott nicht sehen?

Die Antwort ist ganz einfach: Gott hat den Mensehen und alle anderen Geschöpfe und das gesamte Universum erschaffen. Gott können wir mit nichts vergleichen und wir können uns auch kein Bild von Ihm machen. Aber wir wissen, daß es Gott gibt und der gläubige Mensch sieht in seinem Mitmenschen oder in einem Tier oder einer Blume ein Geschöpf Gottes. Das Meer, der Himmel, die Sterne, Sonne und Mond erinnern uns an Gott, Der dies alles geschaffen hat. Der Muslim möchte sich von Gott allein leiten lassen. Was Gott uns verboten hat, meiden wir. Und was Er uns erlaubt hat, daran erfreuen wir uns. Der heilige Qur'an lehrt uns, was gut und was schlecht ist. Er lehrt uns, daß es ein Jenseits gibt, und daß dort die guten Menschen belohnt und diejenigen, die Schlechtes getan haben, Schlechtes erleiden werden.

Deshalb wollen wir in dieser Welt so leben, wie Gott uns das im heiligen Qur'an lehrt, damit wir im Jenseits zu den glücklichen Menschen gehören. Am Tag der Auferstehung wird Jeder von uns nach seinen Taten gefragt werden. Dann gibt es kein Möglichkeit zu lügen, oder sich herauszureden: alles wird klar und offenbar. Wir werden gefragt, ob wir den Befehlen Gottes gehorcht haben, lind Jeder Muslim möchte darauf gerne mit "Ja" antworten. Wenn er gefragt wird, ob er regelmäßig seine Gebete dargebracht hat, möchte er mit Freude zustimmen können. Wenn die Frage nach dem Fasten kommt, usw. - er möchte mit Ja antworten.

Diejenigen, die gläubig sind und ihren Glauben in die Tat umsetzen, die werden diese Fragen leicht beantworten können. Sie werden im Jenseits belohnt werden, wie uns Allah im heiligen Qur'an lehrt: "Wahrlich, Jene, die ungläubig sind unter dem Volk der Schrift und den Götzendienern, werden im Feuer der Hölle sein, um darin zu bleiben. Sie sind die schlechtesten Geschöpfe. Die aber glauben und gute Werke Üben, sie sind die besten Geschöpfe. Ihr Lohn ist bei ihrem Herrn: Gärten der Ewigkeit, von Strömen durchflossen; darin werden sie weilen auf immer. Allah ist mit ihnen wohlzufrieden und sie wohlzufrieden mit Ihm. Das ist für den, der seinen Herrn fürchtet" (Sure Al-Ba-yyinah - Der klare Beweis, Verse 7-9)